Philippescu
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14.02.2003, 23:40 · #1
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FCZ
Intrigen-Stadel
Die wahren Gründe, warum Bregy nicht sofort fliegt
VON CHRISTOPH GRAF UND MAX KERN
ZÜRICH – Trainer-Krise beim FCZ. Die Spieler hatten sich geweigert, ihren Coach Georges Bregy (45) zu einem Plausch-Wochenende mitzunehmen. Trotzdem will FCZ-Boss Sven Hotz noch nicht handeln.
Klar ist: Die Vertrauensbasis zwischen Bregy und einem Teil der Mannschaft ist nicht mehr da. Zu den Bregy-Gegnern gehört unter anderen Captain Urs Fischer (37), ein wichtiger Wortführer beim FCZ.
Wenig harmonisch verläuft auch die Zusammenarbeit zwischen Bregy und seinem Assistenten Walter Grüter (49). Ein pikantes Detail: Grüters Vertrag ist bereits bis 2004 verlängert worden, jener von Bregy läuft im Sommer aus. Und Hotz sagt: «Den Trainer für die neue Saison bestimme ich erst Ende Finalrunde. Jetzt verlange ich einfach Platz 3.»
Alles in allem sind das schlechte Voraussetzungen für Bregy. Weder Hotz noch die Mannschaft unterstützt ihn ohne Vorbehalte.
Trotzdem will Hotz nicht sofort handeln: «Wir brauchen jetzt Ruhe im Team», sagt der FCZ-Boss. «Dass die Spieler Bregy nicht zum Schnee-Plausch mitnehmen wollten, mag ich nicht überbewerten. Solche Unstimmigkeiten gibt es überall, auch beim FC Basel. Nur wird das dort weniger ausgeschlachtet.»
Bregy hat seinen Chef wissen lassen, dass die Stimmung im Team zurzeit gut sei – dass aber leider einige Intriganten gegen ihn arbeiteten. Es war das richtige Argument in diesem Gespräch.
Denn noch grösser als die Hotz’sche Skepsis gegenüber Bregy ist der Groll des Präsidenten auf den im Sommer gefeuerten Manager Erich Vogel. «Wenn bei uns Unruhe gestreut wird, läuft alles beim selben Punkt zusammen», glaubt Hotz und meint damit Vogel, den unerbittlichen Bregy-Gegner.
Die Genugtuung über eine vorzeitigen Bregy-Entlassung möchte Hotz seinem Ex-Manager nicht bescheren. Abgesehen davon will sich Hotz keine zusätzlichen Ausgaben aufhalsen: «Ein Trainerwechsel kostet. Und im Moment geht es darum zu sparen. Um drei Millionen Franken werden wir das Budget runterfahren. Diesmal gilt es ernst.»
Da beim FCZ im Sommer mehrere Stellen gestrichen werden, wird die Unruhe im Intrigen-Stadel Letzigrund kaum kleiner werden.

quelle: www.blick.ch
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