Niveau und Entwicklung der Super League

10 Antworten · 2'642 Aufrufe · Seite 1 von 1
johnny_dzemailiMitglied
27.02., 11:48 · #1
Beiträge: 140
Wie oft ich mir von Real-, Arsenal- und PSG-Fans anhören muss, was die Super League für eine "Gurkenliga" sei. Wir sind uns ja alle bewusst, dass das Niveau von FCZ- und allgemein SL-Spielen nicht hoch ist. Was mir aber wesentlich mehr Sorgen bereitet, ist die Entwicklung der letzten 10-15 Jahre. Basel und YB haben europäisch zwar manchmal noch performed, aber wir sind heute meilenweit davon weg, dass ein SL-Klub auch nur einen Punkt in der CL-Gruppenphase holen würde. Im Gegenteil, Lausanne ist gestern noch gegen den Sechsten der Tschechischen Liga rausgeflogen. Was sind eurer Meinung nach die Gründe dafür, dass wir aus der Top15-Nationenwertung draussen sind? Und an welchen Rädchen müsste gedreht werden? (aus Liga-Perspektive, nicht aus FCZ-Sicht)
"In meiner Karriere habe ich neun Titel geholt. Wenn ich jetzt einen zehnten Titel mit dem FCZ holen könnte, wäre das ein sehr schöner Abschluss." B.Z. (Dez 21)
Die Taktik 123Mitglied
01.03., 15:13 · #2
Beiträge: 228
Es wiederspiegelt das Niveau der liga wieder.. Der Aufsteiger ist 1. Platz die Topklubs irgendwo im mittelfeld, der vermutliche Absteiger hat ein stadion das zwar charm hat aber für Super League völlig untauglich ist (zumindest der Rasen). das lausanne gegen den 6. der tschechidchen Liga ausscheidet verwundert mich nicht die tschechische Liga ist sicher stärker als unsere.. unsere liga wird gefühlt nicht besser sondern alle die gut sind verlassen und und die Liga.
EinbeinerMitglied
04.03., 07:06 · #3
Beiträge: 210
johnny_dzemaili schrieb: «Wie oft ich mir von Real-, Arsenal- und PSG-Fans anhören muss, was die Super League für eine "Gurkenliga" sei. Wir sind uns ja alle bewusst, dass das Niveau von FCZ- und allgemein SL-Spielen nicht hoch ist. Was mir aber wesentlich mehr Sorgen bereitet, ist die Entwicklung der letzten 10-15 Jahre. Basel und YB haben europäisch zwar manchmal noch performed, aber wir sind heute meilenweit davon weg, dass ein SL-Klub auch nur einen Punkt in der CL-Gruppenphase holen würde. Im Gegenteil, Lausanne ist gestern noch gegen den Sechsten der Tschechischen Liga rausgeflogen. Was sind eurer Meinung nach die Gründe dafür, dass wir aus der Top15-Nationenwertung draussen sind? Und an welchen Rädchen müsste gedreht werden? (aus Liga-Perspektive, nicht aus FCZ-Sicht)»
Die Gründe sieht man doch Woche für Woche auf dem Platz. Man bekommt kaum zwei gerade Pässe nacheinander zu stande und denkt dann allen ernstes, man hätte so europäisch etwas zu suchen. Die Confi-League wird in Zukunft das höchste der Gefühle bleiben, solange das Niveau in dieser Liga weiterhin so "bescheiden" ist. Ob die Aufstockung auf 12 sowohl finanziell als auch sportlich eine gute Idee war, dürfte man sich auch mal gerne hinterfragen. Um noch was positives zu sagen: Wenigstens hat es mittlerweile unser Verein verstanden nicht nur von einem Ausbildungsverein zu schwafeln, sondern auch einer zu sein.
Den modernen Fussballfan zeichnen heutzutage zwei Dinge aus: Er ist rückgratlos und dumm.
johnny_dzemailiMitglied
04.03., 09:29 · #4
Beiträge: 140
Einbeiner schrieb:
johnny_dzemaili schrieb: «Wie oft ich mir von Real-, Arsenal- und PSG-Fans anhören muss, was die Super League für eine "Gurkenliga" sei. Wir sind uns ja alle bewusst, dass das Niveau von FCZ- und allgemein SL-Spielen nicht hoch ist. Was mir aber wesentlich mehr Sorgen bereitet, ist die Entwicklung der letzten 10-15 Jahre. Basel und YB haben europäisch zwar manchmal noch performed, aber wir sind heute meilenweit davon weg, dass ein SL-Klub auch nur einen Punkt in der CL-Gruppenphase holen würde. Im Gegenteil, Lausanne ist gestern noch gegen den Sechsten der Tschechischen Liga rausgeflogen. Was sind eurer Meinung nach die Gründe dafür, dass wir aus der Top15-Nationenwertung draussen sind? Und an welchen Rädchen müsste gedreht werden? (aus Liga-Perspektive, nicht aus FCZ-Sicht)»
Die Gründe sieht man doch Woche für Woche auf dem Platz. Man bekommt kaum zwei gerade Pässe nacheinander zu stande und denkt dann allen ernstes, man hätte so europäisch etwas zu suchen. Die Confi-League wird in Zukunft das höchste der Gefühle bleiben, solange das Niveau in dieser Liga weiterhin so "bescheiden" ist. Ob die Aufstockung auf 12 sowohl finanziell als auch sportlich eine gute Idee war, dürfte man sich auch mal gerne hinterfragen. Um noch was positives zu sagen: Wenigstens hat es mittlerweile unser Verein verstanden nicht nur von einem Ausbildungsverein zu schwafeln, sondern auch einer zu sein.
Ich meine nicht die Gründe auf dem Platz. Sondern eher, was machen unsere Klubs so viel schlechter als in Tschechien, Zypern, Dänemark, Norwegen, Polen... Wir hätten ja eigentlich:
  • an vielen Standorten eine gute Infrastruktur (ausser in Zürich)
  • gut ausgebildete Leute, die einen Klub führen können (sollten)
  • eine starke Nati mit Strahlkraft und ehemaligen Nati-Spielern, die viel Knowhow für die eigene Liga einbringen könnten
  • und allgemein in der Schweiz genug vorhandenes Kapital bzw. eine hohe Millionär-/Milliardären-Dichte.
Wieso kriegen wir das denn nicht hin?
"In meiner Karriere habe ich neun Titel geholt. Wenn ich jetzt einen zehnten Titel mit dem FCZ holen könnte, wäre das ein sehr schöner Abschluss." B.Z. (Dez 21)
xavier89Mitglied
04.03., 10:45 · #5
Beiträge: 2'569
johnny_dzemaili schrieb:
Einbeiner schrieb:
johnny_dzemaili schrieb: «Wie oft ich mir von Real-, Arsenal- und PSG-Fans anhören muss, was die Super League für eine "Gurkenliga" sei. Wir sind uns ja alle bewusst, dass das Niveau von FCZ- und allgemein SL-Spielen nicht hoch ist. Was mir aber wesentlich mehr Sorgen bereitet, ist die Entwicklung der letzten 10-15 Jahre. Basel und YB haben europäisch zwar manchmal noch performed, aber wir sind heute meilenweit davon weg, dass ein SL-Klub auch nur einen Punkt in der CL-Gruppenphase holen würde. Im Gegenteil, Lausanne ist gestern noch gegen den Sechsten der Tschechischen Liga rausgeflogen. Was sind eurer Meinung nach die Gründe dafür, dass wir aus der Top15-Nationenwertung draussen sind? Und an welchen Rädchen müsste gedreht werden? (aus Liga-Perspektive, nicht aus FCZ-Sicht)»
Die Gründe sieht man doch Woche für Woche auf dem Platz. Man bekommt kaum zwei gerade Pässe nacheinander zu stande und denkt dann allen ernstes, man hätte so europäisch etwas zu suchen. Die Confi-League wird in Zukunft das höchste der Gefühle bleiben, solange das Niveau in dieser Liga weiterhin so "bescheiden" ist. Ob die Aufstockung auf 12 sowohl finanziell als auch sportlich eine gute Idee war, dürfte man sich auch mal gerne hinterfragen. Um noch was positives zu sagen: Wenigstens hat es mittlerweile unser Verein verstanden nicht nur von einem Ausbildungsverein zu schwafeln, sondern auch einer zu sein.
Ich meine nicht die Gründe auf dem Platz. Sondern eher, was machen unsere Klubs so viel schlechter als in Tschechien, Zypern, Dänemark, Norwegen, Polen... Wir hätten ja eigentlich:
  • an vielen Standorten eine gute Infrastruktur (ausser in Zürich)
  • gut ausgebildete Leute, die einen Klub führen können (sollten)
  • eine starke Nati mit Strahlkraft und ehemaligen Nati-Spielern, die viel Knowhow für die eigene Liga einbringen könnten
  • und allgemein in der Schweiz genug vorhandenes Kapital bzw. eine hohe Millionär-/Milliardären-Dichte.
Wieso kriegen wir das denn nicht hin?
Schau dir doch nur mal die TV-Gelder der von dir erwähnten Ligen an. Nur schon da stehen wir auf den hinteren Plätzen im europäischen Vergleich. Nur Tschechien liegt aktuell noch hinter uns. -Jupiler Pro League (BEL)/ EUR 103 Mio -Eredivisie (NED) EUR 80 Mio -Super League Griechenland / EUR 58 Mio -Superliga (DEN) / EUR 45 Mio -Eliteserien (NOR / EUR 35 Mio -Super League (CH) EUR 20 Mio
EinbeinerMitglied
05.03., 07:07 · #6
Beiträge: 210
Dass die TV-Gelder tief sind, stimmt. Aber daraus zu schliessen, dass das der Hauptgrund für den sportlichen Rückstand ist, greift viel zu kurz. Gerade die Beispiele, die du selber nennst, zeigen ja, dass Geld allein es nicht erklärt. Zum einen performen mehrere Ligen mit ähnlichen oder sogar kleineren Budgets regelmässig besser als die Schweiz. Dänemark oder Norwegen haben zwar etwas höhere TV-Einnahmen, aber das erklärt nicht, warum Klubs wie Kopenhagen, Bodø/Glimt oder Molde konstant europäische Gruppenphasen erreichen und teilweise Topteams schlagen. Der Unterschied liegt dort viel stärker in klaren sportlichen Konzepten, Kontinuität in der Klubführung und smarter Kaderplanung. Zweitens war die Schweiz auch früher mit wenig TV-Geld konkurrenzfähig. Als Basel zwischen 2011 und 2018 regelmässig CL-Gruppenphasen spielte und Teams wie Chelsea oder ManU schlug, waren die TV-Einnahmen der Liga auch schon nicht besonders hoch. Der finanzielle Rahmen hat sich also nicht verschlechtert, die sportliche Performance aber schon. Das deutet eher auf strukturelle Probleme in den Klubs hin. Dazu kommt die Liga-Struktur. Die Aufstockung auf 12 Teams hat das Niveau eher verdünnt als erhöht. Mehr Spiele gegen schwächere Gegner helfen den Topteams nicht unbedingt, sich auf europäisches Tempo vorzubereiten. In kleineren Ligen wie Norwegen oder Österreich hast du eine stärkere Spitze, die sich gegenseitig hochzieht.
Den modernen Fussballfan zeichnen heutzutage zwei Dinge aus: Er ist rückgratlos und dumm.
johnny_dzemailiMitglied
05.03., 08:12 · #7
Beiträge: 140
Einbeiner schrieb: «Dass die TV-Gelder tief sind, stimmt. Aber daraus zu schliessen, dass das der Hauptgrund für den sportlichen Rückstand ist, greift viel zu kurz. Gerade die Beispiele, die du selber nennst, zeigen ja, dass Geld allein es nicht erklärt. Zum einen performen mehrere Ligen mit ähnlichen oder sogar kleineren Budgets regelmässig besser als die Schweiz. Dänemark oder Norwegen haben zwar etwas höhere TV-Einnahmen, aber das erklärt nicht, warum Klubs wie Kopenhagen, Bodø/Glimt oder Molde konstant europäische Gruppenphasen erreichen und teilweise Topteams schlagen. Der Unterschied liegt dort viel stärker in klaren sportlichen Konzepten, Kontinuität in der Klubführung und smarter Kaderplanung. Zweitens war die Schweiz auch früher mit wenig TV-Geld konkurrenzfähig. Als Basel zwischen 2011 und 2018 regelmässig CL-Gruppenphasen spielte und Teams wie Chelsea oder ManU schlug, waren die TV-Einnahmen der Liga auch schon nicht besonders hoch. Der finanzielle Rahmen hat sich also nicht verschlechtert, die sportliche Performance aber schon. Das deutet eher auf strukturelle Probleme in den Klubs hin. Dazu kommt die Liga-Struktur. Die Aufstockung auf 12 Teams hat das Niveau eher verdünnt als erhöht. Mehr Spiele gegen schwächere Gegner helfen den Topteams nicht unbedingt, sich auf europäisches Tempo vorzubereiten. In kleineren Ligen wie Norwegen oder Österreich hast du eine stärkere Spitze, die sich gegenseitig hochzieht.»
Ich sehe das eher wie Einbeiner als wie xavier. Die Höhe der TV-Gelder mag ein Faktor sein, erklärt die Performance-Unterschiede aber nicht. Die Liga-Aufstockung mag ebenfalls ein Faktor sein, überzeugt mich aber nicht ganz. Tschechien hat eine 16er-Liga, Polen eine 18er-Liga. Was ich bemerkenswert finde: Die Vereine in der Super League sind vielfach schlecht geführt. Wir sehen am FCZ zurzeit am deutlichsten. Aber auch gc, Luzern, Sion, Basel haben in den letzten Jahren turbulente Zeiten mit vielen Personal-, Eigentümer- und Strategie-Wechseln durchgemacht. Das zieht sich (nicht ganz so ausgeprägt) durch die ganze Liga. Stimmen denn die Rahmenbedingungen nicht in der Schweiz?
"In meiner Karriere habe ich neun Titel geholt. Wenn ich jetzt einen zehnten Titel mit dem FCZ holen könnte, wäre das ein sehr schöner Abschluss." B.Z. (Dez 21)
xavier89Mitglied
05.03., 09:50 · #8
Beiträge: 2'569
johnny_dzemaili schrieb:
Einbeiner schrieb: «Dass die TV-Gelder tief sind, stimmt. Aber daraus zu schliessen, dass das der Hauptgrund für den sportlichen Rückstand ist, greift viel zu kurz. Gerade die Beispiele, die du selber nennst, zeigen ja, dass Geld allein es nicht erklärt. Zum einen performen mehrere Ligen mit ähnlichen oder sogar kleineren Budgets regelmässig besser als die Schweiz. Dänemark oder Norwegen haben zwar etwas höhere TV-Einnahmen, aber das erklärt nicht, warum Klubs wie Kopenhagen, Bodø/Glimt oder Molde konstant europäische Gruppenphasen erreichen und teilweise Topteams schlagen. Der Unterschied liegt dort viel stärker in klaren sportlichen Konzepten, Kontinuität in der Klubführung und smarter Kaderplanung. Zweitens war die Schweiz auch früher mit wenig TV-Geld konkurrenzfähig. Als Basel zwischen 2011 und 2018 regelmässig CL-Gruppenphasen spielte und Teams wie Chelsea oder ManU schlug, waren die TV-Einnahmen der Liga auch schon nicht besonders hoch. Der finanzielle Rahmen hat sich also nicht verschlechtert, die sportliche Performance aber schon. Das deutet eher auf strukturelle Probleme in den Klubs hin. Dazu kommt die Liga-Struktur. Die Aufstockung auf 12 Teams hat das Niveau eher verdünnt als erhöht. Mehr Spiele gegen schwächere Gegner helfen den Topteams nicht unbedingt, sich auf europäisches Tempo vorzubereiten. In kleineren Ligen wie Norwegen oder Österreich hast du eine stärkere Spitze, die sich gegenseitig hochzieht.»
Ich sehe das eher wie Einbeiner als wie xavier. Die Höhe der TV-Gelder mag ein Faktor sein, erklärt die Performance-Unterschiede aber nicht. Die Liga-Aufstockung mag ebenfalls ein Faktor sein, überzeugt mich aber nicht ganz. Tschechien hat eine 16er-Liga, Polen eine 18er-Liga. Was ich bemerkenswert finde: Die Vereine in der Super League sind vielfach schlecht geführt. Wir sehen am FCZ zurzeit am deutlichsten. Aber auch gc, Luzern, Sion, Basel haben in den letzten Jahren turbulente Zeiten mit vielen Personal-, Eigentümer- und Strategie-Wechseln durchgemacht. Das zieht sich (nicht ganz so ausgeprägt) durch die ganze Liga. Stimmen denn die Rahmenbedingungen nicht in der Schweiz?
Jungs, Jungs, ihr habt mich falsch verstanden. Selbstverständlich sind nicht nur die TV‑Gelder dafür verantwortlich, dass wir im internationalen Vergleich aktuell nicht mehr mithalten können. Wie ihr richtig gesagt habt, ist das nur ein einzelnes Rädchen im gesamten Zahnrad. Wir haben uns zudem immer als Ausbildungsliga bezeichnet und inzwischen haben sich auch viele andere europäische Ligen so positioniert, dass Talente aus Afrika, Südamerika usw. sich eher für diese entscheiden. Kopenhagen finde ich in diesem Zusammenhang ehrlich gesagt ein schlechtes Beispiel, da sie meines Wissens einen Milliarden‑Konzern im Rücken haben. Bei den anderen genannten Vereinen bin ich aber bei euch. Da könnten wir uns tatsächlich etwas abschauen.
AvanSantisMitglied
16.03., 11:48 · #9
Beiträge: 2
Ich glaube, es ist eine Mischung aus mehreren Faktoren und nicht ein einzelner Grund. Die TV-Gelder spielen sicher eine Rolle, weil sie die Basisbudgets der Klubs bestimmen. Aber entscheidender finde ich tatsächlich die fehlende Stabilität in vielen Vereinen. In der Schweiz wechseln Eigentümer, Sportchefs und Trainer sehr häufig, und langfristige Strategien werden selten konsequent durchgezogen. In Ligen wie Dänemark oder Norwegen sieht man oft klare sportliche Konzepte über mehrere Jahre. Dazu kommt, dass Schweizer Klubs ihre besten Spieler extrem früh verkaufen müssen, während Vereine wie Kopenhagen oder Bodø ihre Leistungsträger länger halten können. So entsteht gar nicht erst eine Mannschaft, die international konstant konkurrenzfähig ist.
Die Taktik 123Mitglied
16.03., 17:01 · #10
Beiträge: 228
AvanSantis schrieb: «Ich glaube, es ist eine Mischung aus mehreren Faktoren und nicht ein einzelner Grund. Die TV-Gelder spielen sicher eine Rolle, weil sie die Basisbudgets der Klubs bestimmen. Aber entscheidender finde ich tatsächlich die fehlende Stabilität in vielen Vereinen. In der Schweiz wechseln Eigentümer, Sportchefs und Trainer sehr häufig, und langfristige Strategien werden selten konsequent durchgezogen. In Ligen wie Dänemark oder Norwegen sieht man oft klare sportliche Konzepte über mehrere Jahre. Dazu kommt, dass Schweizer Klubs ihre besten Spieler extrem früh verkaufen müssen, während Vereine wie Kopenhagen oder Bodø ihre Leistungsträger länger halten können. So entsteht gar nicht erst eine Mannschaft, die international konstant konkurrenzfähig ist.»
würde es sich nicht einmal lohnen wenn man erfolg hat die spieler zu halten undddirelt wieder europa als ziel ausrufen als jedesmal die halbe Mannschaft zu verkaufen?
johnny_dzemailiMitglied
17.03., 11:11 · #11
Beiträge: 140
Die Taktik 123 schrieb:
AvanSantis schrieb: «Ich glaube, es ist eine Mischung aus mehreren Faktoren und nicht ein einzelner Grund. Die TV-Gelder spielen sicher eine Rolle, weil sie die Basisbudgets der Klubs bestimmen. Aber entscheidender finde ich tatsächlich die fehlende Stabilität in vielen Vereinen. In der Schweiz wechseln Eigentümer, Sportchefs und Trainer sehr häufig, und langfristige Strategien werden selten konsequent durchgezogen. In Ligen wie Dänemark oder Norwegen sieht man oft klare sportliche Konzepte über mehrere Jahre. Dazu kommt, dass Schweizer Klubs ihre besten Spieler extrem früh verkaufen müssen, während Vereine wie Kopenhagen oder Bodø ihre Leistungsträger länger halten können. So entsteht gar nicht erst eine Mannschaft, die international konstant konkurrenzfähig ist.»
würde es sich nicht einmal lohnen wenn man erfolg hat die spieler zu halten undddirelt wieder europa als ziel ausrufen als jedesmal die halbe Mannschaft zu verkaufen?
Es würde sich allgemein lohnen, mal über mehrere Jahre am gleichen Plan festzuhalten (siehe Thun, St. Gallen und Lugano). Dann kommt immer das Argument "Ja, aber wenn einer gut ist, geht er ins Ausland". Das mag sein, aber trotzdem schaffen es sowohl St. Gallen (Zigi (und Watkowiak), Görtler, Witzig, Quintilla) wie auch Lugano (Bottani, Saipi, Mahmoud, Huso-Steffen) gleich mehrere Spieler über Jahre zu halten. Dann verkraftest du halt auch die üblichen Abgänge (wie einen Vogt). Beim FCZ (und übrigens auch bei Basel, gc, Lausanne) wechselt die Strategie im Halbjahres-Rhythmus. Mal setzt man auf Junge, dann verpflichtet man wieder Ältere, man entlässt und wechselt den Trainer (mal einen Schweizer, der die Liga kennt, mal einen Ausländer ohne SL-Erfahrung und Deutsch-Kenntnisse), spielt ein 3-4-3, dann eine Viererkette. Da kommt man ja nirgends hin. Innerhalb der SL kann man sich so noch durchwursteln (siehe YB 2023, 204) und Basel (2025) aber international sieht's dann brutal aus. Da hat es Vereine, die arbeiten seit Jahren hochprofessionell und mit klarer Strategie.
"In meiner Karriere habe ich neun Titel geholt. Wenn ich jetzt einen zehnten Titel mit dem FCZ holen könnte, wäre das ein sehr schöner Abschluss." B.Z. (Dez 21)
Melde dich an, um auf dieses Thema zu antworten.