31.01.2003, 14:55 · #1
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Auch in Italien geht im an den Kragen.
Fussball: Raimondo Ponte von Fans angepöbelt
(Si) Der frühere FCZ- und Luzern-Trainer Raimondo Ponte bleibt auch in Italien nicht vor Ärger verschont. Enttäuschte Fans gingen dem Carrarese-Coach im Training an den Kragen und machten ihn für die schlechten Resultate des Serie-C1-Vereins verantwortlich.
Der Verein aus der Marmor-Stadt in der Nähe von Pisa belegt momentan nur den drittletzten Platz in der dritthöchsten italienischen Liga. Ponte agiert im Klub seines Bruders Antonio, der Mehrheitsaktionär und Präsident ist, seit Dezember nur noch als Trainer, zuvor hatte er auch das Amt des Sportchefs inne gehabt.
Carrarese hatte letzte Saison den Abstieg in die Serie C2 nicht verhindern können, verblieb aber in der höheren Liga, weil andere Klubs mit finanziellen Schwierigkeiten kämpften und ihnen die Lizenz schliesslich entzogen wurde.
Mit Ponte wechselten letzten Sommer auch die drei Schweizer Profis Daniel Greco (Luzern), Piero Costantino (Sion/Yverdon) und Giorgio Del Signore (FCZ) sowie Pontes beiden Söhne Angelo und Paolo nach Carrara.
Funktionäre, Trainer und Fussballspieler leben in Italien gefährlich. Immer öfter laden enttäuschte Supporter den Ärger an ihren früheren Idolen ab. Letzten Montag wurde gar das Auto von Gianluca Grassadonia in Brand gesetzt, nachdem der Serie-B-Spieler mit einem Eigentor zur 0:3-Niederlage von Cagliari gegen Venezia beigetragen hatte. Die italienische Fussballergewerkschaft hat inzwischen mit einem Meisterschaftsboykott gedroht, sollten Verband und Regierung keine einschneidenden Massnahmen zum Schutz der Spieler ergreifen.