Helft mit!

28 Antworten · 5'251 Aufrufe · Seite 2 von 2
DieterMitglied
30.01.2003, 00:53 · #21
Beiträge: 9'298
Würde mich gerne auch noch kurz in diese Thema einklinken, jedoch ist diese Problematik besser unter vier (oder mehreren) Augen diskutierbar... Eine Frage: Wieso müssen sich ETH und UNI in nicht-Naturwissenschaftlichen Fächern konkurenzieren (Geschichte etc.) und können keine Zusammenarbeit anstreben?... gruZH Dieter ...
SaschaMitglied
30.01.2003, 06:57 · #22
Beiträge: 2'412
ich bi au nöd defür, dass im bildigswese spared. doch d'kantonsschuele sölled mal luege, das ihres geld e chli besser isetzed. wäm brings öppis, wänn ide informatikzimmer alles laptops und flachbildschirm sind. au bim schuelsport chönteds spare, dänn was bringts wenn z.b. bim fuessball en turnlehrer statt, wo viellicht gad mal cha bare turne. us dem gäld würd schuel besser me als irgendwie 100 fr. pro schüeler ad arbetswuche zahle. ...Schorsch...ich bin positiv überascht......!!...
floMitglied
30.01.2003, 09:46 · #23
Beiträge: 2'424
Wieso müssen sich ETH und UNI in nicht-Naturwissenschaftlichen Fächern konkurenzieren (Geschichte etc.) und können keine Zusammenarbeit anstreben?... Nur durch Wettbewerb und freien Markt werden optimale Leistungen und eine sinnvolle Güter- und Mittelallokation erreicht. ;) Nein, im Ernst, bin ja gewiss kein Marktfundamentalist... all zu grosse Doppelspurigkeiten finde ich nicht sinnvoll. Denke aber nicht, dass es heute übermässige Doppelspurigkeiten gibt... jedenfalls wären mir keine bekannt. ich bi au nöd defür, dass im bildigswese spared. doch d'kantonsschuele sölled mal luege, das ihres geld e chli besser isetzed. wäm brings öppis, wänn ide informatikzimmer alles laptops und flachbildschirm sind. au bim schuelsport chönteds spare, dänn was bringts wenn z.b. bim fuessball en turnlehrer statt, wo viellicht gad mal cha bare turne. us dem gäld würd schuel besser me als irgendwie 100 fr. pro schüeler ad arbetswuche zahle. ...Schorsch...ich bin positiv überascht......!!... Schorschs Meinung entspricht nicht der bürgerlichen Politik, da er lediglich umverteilen, aber nicht sparen will. Ich behaupte nicht, dass die Schulen und ihre Mittelallokation heute in jeder Beziehung optimal sind, auch wenn ich sie im Grossen und Ganzen gut finde. Gerade bei den beiden erwähnten Beispielen - PCs und Turnunterricht - finde ich Sparmassnahmen nicht sinnvoll. Ein Flachbildschirm kostet für den Kanton im Einkauf vielleicht 50 bis 70 Franken mehr als ein normaler Bildschirm, schont aber die Augen spürbar. Angesichts des nur äusserst minimalen Sparpotenzials würde ich das Wohl der Schüler hier vorgehen lassen. Der Turnunterricht ist zugegebenermassen relativ kostenintensiv. Dennoch gehört er für mich einfach dazu. Ich bin der Meinung, dass die Schule gut "for brain, body and soul" sein sollte. Zudem mochte ich den Ausgleich durch den Turnunterricht immer; er machte auch mal wieder den Kopf frei für das Lernen danach. Gruss Flo
Kreis 2Mitglied
30.01.2003, 15:24 · #24
Beiträge: 43
eigentlich gut und wahr gesprochen!!! Zur Informatik: Also das, was man an der Mittelschule an Informatik übermittelt bekommt könnte man sich wirklich sparen. Ich bin eigentlich sowieso ein Gegner aller Computer Freaks und fürchte mich jetzt schon vor dem Tag an dem in der Schule der Computer die Schüler unterrichtet! Zum Sport: Auch den könnte man sich wirklich sparen. Früher, da haben wir auf dem Pausenplatz geckickt bis der Schuhgummi brannte. In der Mittelschule haben wir einen lächerlichen "Sportunterricht" und spielen etwa 3 mal im ganzen Monat Fussball. Ach ja, einen Pausenplatz gibt es in unserem Schulhaus gar nicht. Zu den Projektwochen: Auf die sollte man ganz und gar nicht verzichten, auch wenn dort jeden Tag gekifft und gesoffen wird. Diese Wochen sind der grosse Ausgleich zum Schulalltag und man verbringt mit der Klasse, mit der man privat nichts zu tun hat, eine geile Zeit. Niemals dürfen diese Wochen abgeschaft werden!! Das grosse Problem dieser Massnahmen sind nicht die Massnahmen an sich( mit denen könnte man eigentlich noch leben), sondern, dass diese Massnahmen nur der Anfang einer Budgetkürzung im Bildungswesen sind. Langfristig könnte die Bildung wirklich auf der Strecke bleiben! Und dem sollte man gegenüber treten!
-Beni-Mitglied
30.01.2003, 22:00 · #25
Beiträge: 83
Ja mal luege, vilicht! Aber nur wänd fürä luegsch! ;-)
FigeMitglied
30.01.2003, 22:40 · #26
Beiträge: 1'279
Die Erhöhung bzw. Verdoppelung der Semester-Gebühren bei Annahme des neuen Unigesetzes ist immer noch enthalten???? Nur schon wegen dem stimme ich nein - es kann ja nicht sein, dass zukünftig nur noch die Söhnchen und Töchterchen aus reichem Haus studieren können....!!!!
floMitglied
30.01.2003, 22:59 · #27
Beiträge: 2'424
Die Studiengebürhöhe ist noch nicht definitiv festgelegt; vielleicht gibts auch nur eine Erhöhung auf 1400 Franken p.a. Ich würde aber auch bei einer moderaten Erhöhung nein stimmen. Denn auch einige weitere Punkte gefallen mir nicht so am Unigesetz... aber das mit den Gebühren und der daraus folgenden Uni nur für Privatbanker ;) ist schon das schlimmste. By the way hat die Schweiz eine UNO-Konvention unterzeichnet, wonach sie die Bildung langfristig kostenlos anbieten muss. Leider ist dieser Vertrag nicht unmittelbar justiziabel, da es nur um ein langfristiges Ziel geht... finde es aber dennoch eine Frechheit, dass sich die Zürcher Kantonsregierung einen Dreck kümmert um völkerrechtliche Verträge, die die Schweiz abgeschlossen hat. Gruss Flo
SaschaMitglied
31.01.2003, 06:25 · #28
Beiträge: 2'412
Ich würde aber auch bei einer moderaten Erhöhung nein stimmen. Denn auch einige weitere Punkte gefallen mir nicht so am Unigesetz... aber das mit den Gebühren und der daraus folgenden Uni nur für Privatbanker ;) ist schon das schlimmste. Sorry Flo, ich bezahle für meine Schule CHF 7'000.-- im Jahr und gehe dann zur Schule, wenn Ihr Studis (nicht abschätzend gemeint) irgendwo rumhängt (wie viele andere Arbeitnehmer auch).....und ihr macht ein Geschrei wegen Schulgebühren von läppischen CHF 2'500.--/Jahr (5 Tage die Woche mit Lehrer)! Ihr habt 13 Wochen Ferien, sehr oft besucht ihr nicht mal den Kurs - CHF 2'500.-- könnt selbst ihr erarbeiten! Ihr sagt CHF 2'500.-- sind zu viel, ich meine dies ist noch um die Hälfte zu wenig! Dazu kommt, dass ihr für alles Reduktionen habt und auch verlangt! Und danach, wenn Euch das arbeitende Volk subventioniert hat, seit Ihr Ärzte oder was weiss ich und begeht erneut mit Euren ach so angesehenen Titeln Diebstahl am Volk! Das ist meine Meinung! Man soll nicht an Bildung sparen, denn es ist vielleicht das Wichtigste Gut eines Landes - aber man muss gute Bildung auch nicht verschenken / arbeitet für eure Bildung und ihr habt sie euch verdient (ich kenne genug Studenten - die führen ein Ferienleben / ich gönne es Ihnen, aber warum soll ich ihnen das auch noch finanzieren?)! Et voilà meine Meinung - der Rest diskutieren wir per PN oder unter vier Augen - friedlich versteht sich!
floMitglied
31.01.2003, 14:27 · #29
Beiträge: 2'424
ihr macht ein Geschrei wegen Schulgebühren von läppischen CHF 2'500.--/Jahr (...) Ihr sagt CHF 2'500.-- sind zu viel, ich meine dies ist noch um die Hälfte zu wenig! Wenn man so reich ist wie du, lieber Sascha, lässt sich leicht sagen, dass 2500 Franken "läppisch" sind. Aber es sind nicht alle Menschen in unserem Land so wohlhabend wie du. Vielleicht solltest du dich mal bei normalen Büezern umschauen, bei der durchschnittlichen Familie Schweizer, die vielleicht 4000 oder 5000 Franken im Monat verdient. Dann wirst du verstehen: Für diese Menschen sind 2500 Franken sehr viel Geld. Und danach, wenn Euch das arbeitende Volk subventioniert hat, seit Ihr Ärzte oder was weiss ich und begeht erneut mit Euren ach so angesehenen Titeln Diebstahl am Volk! Die Kosten, die wir verursachen, zahlen wir über die Steuern längstens zurück. Ein Jus-Studium kostet den Staat insgesamt 25000 Franken. Das ist weniger, als ein Anwalt jedes Jahr an Steuern bezahlt... Ich meine, ein Anwalt bezahlt - und das ist auch gut und gerecht so - in seinem Leben weit über eine Million Franken an Steuern. Ich denke, es ist nich vermessen, wenn man von seinen Steuerleistungen rund 2% in Form von untenteltlicher Bildung zurückerhält. Der einzige Diebstahl am Volk begehen die millionenschweren bürgerlichen Politiker, die sich selber grosszügige Steuergeschenke gönnen und gleichzeitig das Volk mit immer neuen und höheren Gebühren, Krankenkassenprämien und Abgaben bei gleichzeitigen Leistungskürzungen ausbluten... man erinnere sich nur an den Rentenklau! man muss gute Bildung auch nicht verschenken Ja, bei dieser Frage scheiden sich die Geister. Es gibt auf der einen Seite den amerikanischen Weg von George W. Bush. In den USA ist Bildung über weite Strecken kostenpflichtig. Das Resultat ist eine ausgeprägte Zweiklassengesellschaft mit sehr geringen Aufstiegschancen für weniger wohlhabende Menschen. Auf der anderen Seite gibt es den europäischen Weg der unentgeltlichen Bildung, der die Chancengleichheit für alle Menschen sichert, unabhängig von ihrem aktuellen Kontostand. Meiner Meinung nach sollte die Schweiz den europäischen Weg gehen, nicht den amerikanischen. Gruss Flo
Melde dich an, um auf dieses Thema zu antworten.