22.01.2003, 21:08 · #1
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Die folgende Mitteilung ist regelmässig erscheinenden Publikation zum kostenlosen Abdruck ohne Sperrfrist freigegeben. Für weitere Anfragen steht der Kommandant der Sicherheitspolizei, Hptm Rigonalli Sergio, zur Verfügung. Die rätoromanische und italienische Übersetzungen des untenstehenden Information folgen so bald wie erhältlich.
mfg
Kantonspolizei Graubünden Chur - Polizia Chantunala Grischun Cuera - Polizia Cantonale Grigione Coira
PRIVATBANKER VORÜBERGEHEND FESTGENOMMEN
CHUR/DAVOS/FIDERIS - Einheiten der Bündner Kantonspolizei haben im Verlauf des heutigen Dienstags in einem eins-zu-eins supponierten Einsatz das Dispostiv des Triage-Verfahrens getestet, das am kommenden Samstag im prättigauischen Fideris zum Einsatz gelangen wird, um einen friedlichen und störungsfreien Ablauf der angekündigten Demonstration von Globalisierungskritikern in Davos sicherzustellen. Das Dispositiv hat sich, soweit es heute beurteilt werden kann, in allen Belangen bewährt.
Bei den Kontrollen, die mit 120 Beamten, 45 Fahrzeugen, 3 Helikoptern, mehreren Löschfahrzeugen und 12 Hunden vorgenommen wurden, wurden insgesamt 1422 Fahrzeuge mit 2081 Personen, sowie 12 fahrplanmässig verkehrende Zugkompositionen der Rhb mit insgesamt 634 Personen einer genaueren Prüfung unterzogen. Der weitaus grösste Teil der Kontrollierten verhielt sich dabei sehr kooperativ und unterstützte die Beamten der Kantonspolizei sowie der Verteter von Korps aus acht weiteren Kantonen bereitwillig bei der Durchführung ihres gesetzlichen Auftrages. Das Betreten der eigens installierten Viehgatter zur Triage der Durchreisenden wurde praktisch ausnahmslos mit Wohlwollen vollbracht.
86 Personen zeigten ein auffälliges Verhalten und müssen mit einer Verzeigung wegen Verstössen gegen das Betäubungsmittelgesetz rechnen. 15 Motorradfahrer wurden gebüsst, da sie gegen das Helmtrageverbot verstiessen, das in der ganzen WEF-Sicherheitszone gilt.
Ein 27jähriger Sportwagenfahrer, der sich als "vom oberen Zürichsee stammender Privatbanker" ausgab, wurde einer genaueren Kontrolle unterzogen, nachdem sich seine offensichtlich blond gefärbte Begleiterin vom Escort Service "Leila" als Kokainkonsumentin ausgegeben hatte. Das weisse Pulver, das die Beamten der Kantonspolizei im Handschuhfach des offenbar geleasten, praktisch neuwertigen Sportwagens gefunden hatten, wurde darauf im Kantonalen Laboratorium in Chur (KKL) analysiert und als toxisch irrelevantes Assugrin bezeichnet. Die Beifahrerin wiederrief darauf ihr Geständnis und setzte die Fahrt mit der RhB in der Gegenrichtung fort.
Wie die weitere Untersuchung des verdächtigens Sportwagens ergab, führte dessen Fahrer im äusserst knapp bemessenen Kofferraum unter einem zerknitterten Armani-Anzug die Gesamtmenge von 46 Mobiltelefonen des Typs "Erricson t68i" mit. Der Fahrer des Wagens erklärte, dass er beabsichtige, die Geräte "zur Entsorgung in einen Steinbruch ins Engadin" zu führen.
Da dem Fahrer keine weitere Verdachtsmomente angelastet werden konnten und die Blutprobe einen Wert im Rahmen des landesüblichen Durchschnitts ergab, wurde er anschliessend gegen eine Kaution von Franken 50'000.-, die er bar bezahlte, wieder auf freien Fuss gesetzt. Der Privatbanker setzte seine Fahrt anschliessend in entgegengesetzter Richtung fort, da er "in Muoththal (SZ) zum nationalen Jasscup der SVP" erwartet werde.