17.12.2019, 21:29 · #421
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Gefährlichste Dose: Bürki oder Brandt?
Normalerweise verliert man ein Spiel mit solchen individuellen Aussetzern. Zum Glück hat RedBull sonst Nix auf die Kette gekriegt.
«Die Medien in Deutschland sind schon sehr Anti-Favre.»Das würde ich so nicht sagen. Die Bild mag eine Kampagne fahren, aber Dortmund und Favre werden eben an den vollmundigen Ansagen vom eigenen Präsi Watzke gemessen. Man liess sich als Transfersieger feiern. Wenn man dann in Serie an Union, Frankfurt, Bremen und Freiburg scheitert, schwingt das Pendel gnadenlos zurück. Man steckte zurecht bloss im Mittelfeld fest. Die Unzufriedenheit wuchs und ich halte es für eine viel zu bequeme Interpretation, dass das nur durch Manipulation der Bild geschah. Es mag sein, dass die Liga ausgeglichen ist, aber das ist weder der formulierte Anspruch vom BVB noch von Bayern, deren Trainer mit ähnlicher Bilanz schon gehen musste. Der Hauptunterschied ist, dass weder Bayern noch Dortmund noch RedBull die Umdrehungen auf den Rasen brachten. Ich finde die Mittelfeld- und Schlusslichtclubs nicht stärker als in vergangenen Jahren. Mit Paderborn, Düsseldorf, Mainz, Bremen, Köln, stauchelnden Herthanern ist die Qualität nicht höher als in vergangenen Jahren. Ich mag die offensive Kommunikation von Watzke (auch) nicht, weil m.E. den Druck auf Spieler und Trainer extrem erhöht. Aber eben, analog zum FCZ, bei dem die Verhinderung des Abstiegs kein Ziel sein kann, muss Dortmund (fast) die Herausforderung von Bayern als Ziel erklären. Gladbach holt auch das Maximum aus ihren Möglichkeiten heraus. Kritik an Rose wäre völlig Banane. Nagelsmann hat eben davon profitiert, dass anfangs Saison der Titelzweikampf auf Bayern vs. Dortmund reduziert wurde.