Gratulation nach Basel. War gut gestern für den Schweizer Fussball.
Das musst du mir mal genauer erklären, was genau ist daran gut für den Schweizer Fussball?
Dazu noch eine Meinung, die ich so unterschreiben kann:
*"Dazu kann man nur gratulieren. Respekt, tolle Leistung! «Super für den Schweizer Fussball!» jubeln Basler und Boulevard.
Der YB-Fan in mir hat da gewisse Zweifel. Klar, da ist dieser ominöse UEFA-Koeffizient, der von Basler Erfolgen natürlich positiv beeinflusst wird. Aber wer profitiert denn davon ausser dem FC Basel selber? Natürlich der Zweitplatzierte der Meisterschaft, sagen Sie nun, da dieser auch in die Champions-League-Quali darf. Ketzerische Frage: Spielt es für diesen eine entscheidende Rolle, ob er in der 1. CL-Quali-Runde in Weissrussland scheitert oder in der zweiten Europa-League-Runde in Griechenland? Die ersten Runden jedes internationalen Bewerbs kosten einen Verein in erster Linie einfach nur Geld.
Ist es dann wenigstens gute Werbung für den Schweizer Fussball, wie Herr Streller im Radiointerview feststellt?
Mag sein, dass aufgrund der Basler Erfolge die Schweizer Liga kurzfristig etwas weniger belächelt wird, aber was haben denn Luzern, St. Gallen oder Lausanne davon? Wechseln Spieler aus dem Ausland eher zu Sion, nur weil Basel in London gut aussah? Wohl kaum. Berner Erfolge helfen YB, Walliser Siege dem FC Sitten, Basler Halbfinalteilnahmen dem FC Basel. Und die Schere zwischen dem Krösus und den Habenichtsen öffnet sich weiter.
Derzeit ist der FC Basel in der Super League schlicht eine Klasse für sich, und das ist anzuerkennen, egal, welche Farben man selber trägt. Darüber in Jubel ausbrechen werd ich trotzdem nicht. Mich erinnern die Reaktionen der Schweizer Medien stark an die aktuelle Werbekampagne der Valaiscom. «Einer von uns» und wir gegen den Rest der Welt. Quatsch. Auch jeder Fussballverein ist sich selbst der nächste. Und das ist auch gut so. Meine Meinung."*
Q:
http://newsnetz-blog.ch/zumrundenleder/blog/2013/04/05/europaische-floskel/
Gratulieren kann man natürlich schon.