Repression gegen die Ultra Kultur

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toxic avengerMitglied
10.01.2013, 10:39 · #181
Beiträge: 246
http://www.kicker.de/news/fussball/bund ... e-ein.html Polizei setzt V-Leute in der Fanszene ein Was unter Fußball-Fans seit langem vermutet wird, ist nun offiziell. Ralf Jäger, Innenminister von Nordrhein-Westfalen, bestätigte der Landtagsfraktion der Piraten, dass die Polizei in Nordrhein-Westfalen in der Fußballszene seit Jahren V-Leute zur Gefahrenabwehr einsetzt. Philipp Markhardt, Sprecher der Aktionen "ProFans" und "12:12", äußerte sich sehr kritisch. 2008 bis 2012 "setzten bzw. setzen die Polizeibehörden des Landes NRW weniger als zehn Vertrauenspersonen mit jeweils unterschiedlicher Einsatzdauer (...) ein", hieß es in der Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der Piraten. Es sei ausschließlich darum gegangen, Gewalt und andere schwere Straftaten zu verhindern, hieß es am Dienstag im Ministerium. Frank Herrmann von der Piratenfraktion im Landtag sprach dagegen von staatlicher Kontrolle und Bespitzelung von Stadionbesuchern. Der Einsatz von V-Leuten bei Fans sei unverhältnismäßig und ähnele den Maßnahmen eines Überwachungsstaates. Der Einsatz von V-Leuten sollte sich auf die Bekämpfung von organisierter Kriminalität oder Terrorismus beschränken, forderte Herrmann. Die verantwortlichen Politiker sehen das anders. Im Zusammenhang mit "Sportveranstaltungen, insbesondere von Fußballspielen", registriere die Polizei NRW "seit Jahren Personen, von denen Gefahren für Leib und Leben Unbeteiligter (...) ausgehen und die teils erhebliche Straftaten begehen", heißt es in der Antwort der NRW-Landesregierung. Zur "Abwehr solcher Gefahren bzw. zur Verhütung oder Verfolgung einschlägiger schwerwiegender Straftaten" würden Vertrauenspersonen eingesetzt. „Ich frage mich, wie weit unser Land gekommen ist, wenn man Fußball-Fans mit politisch Extremen und Terroristen gleichsetzt.“ Philipp Markhardt, Sprecher der Aktionen "ProFans" und "12:12" In Frankfurt/Main war der Sicherheitsgipfel mit der Deutschen Fußball Liga (DFL) schon beendet, da sickerte die Nachricht bei den organisierten Fans durch. Philipp Markhardt, Sprecher der Aktionen "ProFans" und "12:12", sieht den Einsatz von V-Leuten sehr kritisch. "Der Erfolg von V-Leuten darf nach Pleiten, Pech und Pannen im Zusammenhang mit der NSU bezweifelt werden. Wenn ich das lese, dann ist das eine neue Qualität, dass Fußball-Fans präventiv bespitzelt werden", sagte Markhardt gegenüber dem SID. Markhardt sieht darin den Beweis für das, was sich "seit Jahren hartnäckig in Gerüchten" halte. "Ich frage mich, wie weit unser Land gekommen ist, wenn man Fußball-Fans mit politisch Extremen und Terroristen gleichsetzt", so Markhardt. Bernhard Witthaut, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP), sagte dem SID, die Zusammenarbeit mit "kooperationsbereiten Personen" sei ein "gängiges Mittel, an Informationen zu kommen". V-Leute nicht nur in Nordrhein-Westfalen Nachdem Spiegel Online im August des vergangenen Jahres über V-Leute in den Fankurven berichtet hatte, häuften sich die Anfragen bei den politisch verantwortlichen Stellen. Im Herbst hatte die Bundesregierung auf Anfrage der Linken erklärt, durch die Länder würden V-Leute bei Fußball-Veranstaltungen eingesetzt. Hamburg bestätigte, dass der Verfassungsschutz Links- und Rechtsextremisten auch unter Fußballfans mit V-Leuten beobachte. „Es geht nicht um die Bespitzelung der Fanszene, es geht nur darum, schwere Straftaten zu verhindern.“ Wolfgang Beus, Sprecher des NRW-Landesinnenministeriums Zur Gefahrenabwehr setzt auch die baden-württembergische Polizei V-Leute im Fußball ein. Das bestätigte am Dienstag ein Sprecher von Landesinnenminister Reinhold Gall (SPD) der Südwest Presse. Über die Anzahl machte er keine Angaben. Wolfgang Beus, Sprecher des NRW-Landesinnenministeriums, versuchte im Gespräch mit dem SID, die Maßnahmen einzuordnen. "Es geht nicht um die Bespitzelung der Fanszene, es geht nur darum, schwere Straftaten zu verhindern", sagte Beus: "Wir reden ausschließlich von Gewalttätern, davon muss sich der friedliche Fan distanzieren können." In Einzelfällen gibt es eine Belohnung für V-Leute Die Vertrauensleute seien in der Szene und würden der Polizei Hinweise geben, sagte Beus. Dafür erhielten sie eine Aufwandsentschädigung, in Einzelfällen auch eine Belohnung. Die Summe reiche aber in keinem Fall, um damit den Lebensunterhalt zu bestreiten. Wenn die V-Leute Straftaten begingen, trenne sich die Polizei von ihnen und verfolge die Tat. Der Einsatz von V-Leuten ist theoretisch überall denkbar, wo es um schwerwiegende Straftaten geht, also etwa im Rauschgiftmilieu oder in der Rockerszene.
ColoMitglied
18.01.2013, 16:14 · #183
Beiträge: 1'473
http://www.tageswoche.ch/de/2012_51/sport/492937/laut-stark-klug.htm INferno basel mit eigenem film..... Ist wirklich ein top film.... hab ihn gesehen auch wenn ich basel hasse, beim film läufts mir schon manchmal kalt den rücken runter...
Avatar von din Vaterdin VaterMitglied
07.02.2013, 23:44 · #187
Beiträge: 6'247
Wahrscheinlich lügende Securitas Mitarbeiter, eine Staatsanwaltschaft die entlastendes Videomaterial zurück hält und ein 18-Jähriger der unschuldig 2-Tage in Untersuchungshaft verbringen durfte und immer noch mit einem Stadion- und Rayonverbot belegt ist. St.Gallen macht vor wies mit dem neun Konkordat auch bald in Zürich aussehen könnte: http://www.tagblatt.ch/ostschweiz/ostschweiz/tb-os/Schwarzpeterspiel-um-entlastende-Videobilder;art120094,3291906
eifachöppisMitglied
08.02.2013, 11:15 · #188
Beiträge: 4'889
Ein böser Verdacht St. Galler Tagblatt vom 07.02.2013 Der St. Galler Staatsanwaltschaft wurde vor Gericht vorgeworfen, im Verfahren gegen einen Fussballfan entlastendes Videomaterial zurückgehalten zu haben. Nun reicht die Justiz den Schwarzen Peter an die Stadtpolizei weiter. DANIEL WALT ST. GALLEN. Eigentlich hält Anwältin Manuela Schiller nichts von Verschwörungstheorien. «Wenn Fussballfans mir gegenüber behauptet haben, die Justiz unterdrücke entlastende Videos, antwortete ich jeweils, dass ich an den Rechtsstaat glaube», sagt sie. Nun sind ihr während eines Prozesses gegen einen jungen Anhänger des FC Basel allerdings gewisse Zweifel gekommen. Der Fan wurde vom St. Galler Kreisgericht freigesprochen, nachdem zunächst unter Verschluss gehaltene Videoaufnahmen keine strafbaren Handlungen gegenüber einem Securitas-Mitarbeiter gezeigt hatten (Ausgabe vom vergangenen Freitag). Wiederholt abgeblitzt Die juristische Auseinandersetzung drehte sich um das Spiel FC St. Gallen – FC Basel vom vergangenen August. Dem 18-Jährigen wurde vorgeworfen, einen Sicherheitsangestellten getreten zu haben. «Der junge Mann sagte von Anfang an, er habe nichts gemacht, und es gebe sicherlich Aufnahmen der Überwachungskameras, die seine Unschuld bewiesen», so die Zürcher Anwältin, die immer wieder Fussballfans vertritt. Auf ihr wiederholtes Begehren, Einblick in die Aufnahmen zu nehmen, hiess es von Seiten der St. Galler Staatsanwaltschaft jeweils, es gebe keine beziehungsweise keine beweisrelevanten Aufnahmen. Das Glück ihres Mandaten war es, dass andere Basler Fans Schiller in der Folge eigene, den Mann entlastende Videobilder zuspielten. Schliesslich musste die Staatsanwaltschaft auf Geheiss des Einzelrichters die offiziellen Videoaufnahmen doch noch herausrücken. Sie bestätigten die Aussagen des 18-Jährigen ebenfalls weitgehend. Der Mann wurde schliesslich freigesprochen. «Es wurde nichts verheimlicht» Was sagt Natalie Häusler, Mediensprecherin der St. Galler Staatsanwaltschaft, zum Fall? «Seitens der Stadtpolizei wurde der fallführenden Staatsanwältin mehrfach versichert, dass es keine relevanten Aufnahmen des Beschuldigten gebe», antwortet sie. Auf nachträgliche Anordnung des Gerichts habe die Polizei dann festgestellt, dass eben doch Aufnahmen der betroffenen Person existierten. «Diese wurden in Absprache mit der Staatsanwältin dann umgehend dem Gericht eingereicht.» Verheimlicht worden sei zu keinem Zeitpunkt etwas – «im konkreten Fall gab es zwei übereinstimmende Aussagen der Securitas-Mitarbeiter, an welchen kein Zweifel bestand», so Häusler. Die Staatsanwaltschaft akzeptiert den Freispruch für den Basler Anhänger. Häusler bekennt, dass es immer stossend sei, wenn jemand verurteilt werde, obwohl er sich nichts habe zuschulden kommen lassen. «Hätte keine Chance gehabt» Fananwältin Manuela Schiller ist rückblickend überzeugt: Ohne die Aufnahmen, die ihr von Basler Seite zugespielt wurden und aufgrund derer sie Druck aufbauen konnte, hätte ihr Mandant keinerlei Chancen auf einen Freispruch gehabt. «Insbesondere bei Prozessen rund um Fussballspiele ist der Grundsatz praktisch nicht erreichbar, wenn Aussage gegen Aussage steht. Die Richter können es sich schlicht nicht vorstellen, dass vielleicht auch einmal ein Sicherheitsangestellter nicht die Wahrheit sagt», so Schiller. Sie hofft, dass der aktuelle Fall Anlass für die Richter ist, in dieser Hinsicht in sich zu gehen. Folgeprobleme zu lösen Begrüssenswert fände es Manuela Schiller zudem, wenn Polizei und Justiz mit derselben Sorgfalt nach entlastendem Bildmaterial suchten wie nach belastendem, wie sie sagt. Dann wäre es nämlich nicht so weit gekommen, dass der mittlerweile freigesprochene 18jährige Basler Anhänger bis am Montag nach dem Spiel in St. Gallen festgehalten wurde und deshalb «ein grösseres Problem zu lösen hatte», wie sich Schiller ausdrückt. Ganz zu schweigen von den wegen des angeblichen Übergriffs verhängten Stadion- und Rayonverboten, für deren Aufhebung der 18-Jährige nach wie vor kämpft.
eifachöppisMitglied
15.02.2013, 15:27 · #189
Beiträge: 4'889
http://blogs.zentralplus.ch/de/blogs/ts ... erheit.htm Das heisst das wirklich alle Fussballfans einer Straftat verdächtigt werden!
«Frage:»
Guten Tag Gibt es in der Schweiz eine Ausweispflicht. D.h. muss ich eine Identitätskarte/einen Pass besitzen und ständig bei mir haben? Antwort: Für Schweizer Bürger besteht in der Schweiz keine Ausweispflicht. Sie sind deshalb nicht verpflichtet, einen gültigen Ausweis zu haben. Wenn Sie jedoch wegen einer Straftat verdächtigt werden und sich nicht ausweisen können (z.B. Übertretung Strassenverkehrsgesetz), kann man Sie zwecks Abklärung Ihrer Identität auf einen Polizeiposten mitnehmen. Freundliche Grüsse Beantwortet: Bundesamt für Polizei https://www.antworten.admin.ch/main/de/ ... detail/556
scheslMitglied
24.02.2013, 19:46 · #193
Beiträge: 27
http://www.20min.ch/schweiz/zentralschw ... k-26603136
«Das Hooligan-Konkordat geht vielen Zuger Parteien zu weit – man habe die Situation auch ohne gut im Griff. Einzig für die GLP und die CVP stellen die Massnahmen eine gute Lösung dar.»
eifachöppisMitglied
25.02.2013, 12:43 · #195
Beiträge: 4'889
http://www.20min.ch/schweiz/zentralschweiz/story/Hooligan-Konkordat-in-der-Kritik-26603136
«Das Hooligan-Konkordat geht vielen Zuger Parteien zu weit – man habe die Situation auch ohne gut im Griff. Einzig für die GLP und die CVP stellen die Massnahmen eine gute Lösung dar.»
Kanton BL macht nicht mit!
«Quelle: Basler Zeitung; 24.02.2013»
Komitee BWIS gegen Hooligan-Konkordat Liestal. Das Referendumskomitee BWIS (Bundesgesetz über Massnahmen zur Wahrung der inneren Sicherheit), das sich für den Widerstand gegen das Hooligan-Gesetz stark macht, kritisiert jetzt auch die Baselbieter Regierung. Es lehnt in seiner Vernehmlassungsantwort eine Konkordatsänderung gegen Gewalt anlässlich von Sportveranstaltungen entschieden ab. Insbesondere bestreitet es, dass gewalttätige Auseinandersetzungen im Rahmen von sportlichen Anlässen zunehmen. Die stetig steigenden Zuschauerzahlen würden auch nicht auf ein Sicherheitsproblem schliessen lassen. Im zweiten Halbjahr 2012 etwa sei im Fussball wieder eine Rekord-Zuschauerzahl verzeichnet worden. «Statt immer über die hohen Kosten zu jammern, wäre angebracht, einen Nutzen der Polizeieinsätze zu dokumentieren», schreibt das Komitee.
MalarkezMitglied
25.02.2013, 12:45 · #196
Beiträge: 1'145
Köstlich... http://blog.derbund.ch/hauptstaedter/in ... ut-werden/ Uff, anfangs dachte ich, der meint es ernst, musste gegen den schluss allerdings gut lachen :-)
«Denn künftig dürfen Polizei und private Sicherheitskräfte auch in diesem Bereich nach Gegenständen suchen, die «Explosionen verursachen oder Gefährdung durch Sprengstoffe und giftige Gase in verbrecherischer Absicht» mit sich bringen können. Dazu braucht es nicht einmal einen konkreten Tatverdacht. Natürlich geht das noch nicht weit genug. Am besten würde man gar niemand mehr ins Stadion lassen.»
blancoMitglied
25.02.2013, 21:57 · #197
Beiträge: 2'184
Im Moment läuft gerade ein Bericht über Pyro und Gewalt in Kurven auf Sportpanorama. Mit Aufnahmen aus der Südkurve.
GlobesternMitglied
25.02.2013, 22:27 · #198
Beiträge: 2'865
Im Moment läuft gerade ein Bericht über Pyro und Gewalt in Kurven auf Sportpanorama. Mit Aufnahmen aus der Südkurve. da wurde ja einiges in der Kurve gefilmt und Liedtexte untertitelt... Abgesehen davon aber ausnahmsweise kein all zu schlechter Bericht, man hat in der Tat den Blickwinkel gewechselt und div. Stellen befragt (Fanarbeiter, Präsidenten, SFL, Käser usw). Die Fans kamen eher unfreiwillig mit einem zitierten Igang 3, Tonmitschitten etc zu Wort. einige Aussagen:
  • Pyros != Gewalt
  • zuviel Polizei Fanankunft wirkt eskalierend
  • Dialog muss gesucht werden
  • 80% der Berichte im Zusammenhang mit den Fans in den Medien negativ (vor der EM gerade mal 30%)
TooShortMitglied
25.02.2013, 22:31 · #199
Beiträge: 323
Im Moment läuft gerade ein Bericht über Pyro und Gewalt in Kurven auf Sportpanorama. Mit Aufnahmen aus der Südkurve. Lohnt es sich das im videoportal noch zu schauen? Falls es dann überhaupt irgendwo online ist. edit meint noch hat sich mit dem Beitrag von Globestern erledigt.
fcz333Mitglied
25.02.2013, 22:33 · #200
Beiträge: 2'242
Naja, Liedtexte ist übertrieben. Es waren drei Zeilen eines Liedes. Dazu wurden diese nicht willkürlich ausgewählt, sondern machten Sinn. Fand den Beitrag ebenfalls gut gelungen. Waren einige Aussagen aus Sicht der Fans enthalten. Mehr solcher Artikel/Beiträge wären sicher förderlich was das Bild der Schweizer Fussballfans in der Öffentlichkeit angeht.
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