Viva St. Pauli!

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tschoMitglied
16.01.2007, 02:25 · #21
Beiträge: 243
...und pauli ist mir aus persönlichem anlass sympathisch, so what? mir auch...hier noch ein interessantes Interview mit Benjamin Adrion, Ex-Mittelfeldler, zu Hilfsprojekten des Klubs und der Fans. Schon erstaunlich was diese Leute alles unternehmen ! ![](http://img396.imageshack.us/img396/4564/foto01ra0.jpg) http://www.jungewelt.de/2007/01-16/050.php 16.01.2007 / Inland / Seite 8 »Alle sollen guten Zugang zum Wasser haben« Ehemaliger Fußballer von Sankt Pauli organisiert mit Hilfe seines Vereins Hilfsprojekte in Afrika. Benjamin Adrion war bis zur vergangenen Saison Mittelfeldspieler beim FC St. Pauli. Er ist beim Verein geblieben und betreut ehrenamtlich das Projekt »Viva con Agua de St. Pauli«, http://www.vivaconagua.org/ Sie sind im Dezember nach Äthiopien gefahren, um dort im Rahmen des Projektes »Viva con Agua de St. Pauli« Trinkwasserhilfe auf dem Land zu leisten. Wie kam es dazu? Im vergangenen Jahr haben wir mit Hilfe des Fußballvereins FC Sankt Pauli über 50000 Euro gesammelt und Wasserspender in 153 kubanischen Kindergärten aufgestellt. Die Welthungerhilfe hat uns daraufhin vorgeschlagen, ein nächstes Projekt in Afrika zu machen. Sie unterstützt das Millenniumsziel der UNO, wonach die Armut in der Welt bis 2015 halbiert werden soll. Das äthiopische Dorf Sodo, das etwa zweihundert Kilometer südwestlich von Addis Abeba liegt, ist eines der sogenannten Millenniumsdörfer. Dort kümmern wir uns um die Wasserversorgung und wollen den Brunnenbau finanzieren. Bei unserem Besuch in Äthiopien haben wir auch sehen können, wie die Welthungerhilfe vor Ort arbeitet. Es gibt immer lokale Partnerorganisationen mit einem guten Kontakt zur Dorfgemeinschaft. Gemeinsam wird dann entschieden, welche Bedürfnisse am dringendsten sind und wie die Hilfe am effektivsten ist. Das hat uns überzeugt. Welche Pläne gibt es, um die Wasserversorgung zu verbessern? Anfangs waren in Sodo fünf Brunnen geplant, aber vielleicht brauchen wir auch nur vier, um die Dorfgemeinschaft ausreichend zu versorgen. Wichtig ist, daß alle Bewohner zu den Wasserquellen einen guten Zugang haben. Was kostet ein solcher Brunnen? Es werden Tiefbohrbrunnen gebaut, die kosten zwischen 8000 und 10000 Euro. Das ist abhängig vom Grundwasserspiegel und der Bodenbeschaffenheit. Das Dorf Sodo befindet sich in einer sehr trockenen, steinigen Gegend, und der Grundwasserspiegel liegt zwischen 40 und 80 Meter unter der Erde, also wird schweres Gerät benötigt, um so tief zu bohren. Neben der humanitären Hilfe geht es auch um sportlichen Austausch. Konnten Sie auf der Reise neue Kontakte knüpfen? Ich habe mit der äthiopischen Nationalmannschaft trainiert, und wir haben über mögliche Kooperationen gesprochen. Das Team würde gerne nach Deutschland ins Trainingslager fahren, aber dem Fußballverband fehlt es an finanziellen Mitteln. Da können wir leider nicht helfen, weil das für einen gemeinnützigen Verein nicht satzungsgemäß wäre. Aber die Kontakte bleiben erhalten, und vielleicht finden sich noch Sponsoren. Haben Sie Kuba, nachdem das Wasserprojekt dort abgeschlossen war, aus den Augen verloren? Nein. Zusammen mit meinem Vater, der Trainer bei der zweiten Mannschaft des VfB Stuttgart ist, plane ich in Kuba einen Trainingslehrgang im Kreis der Nationalmannschaft. Das ist aber eine private Angelegenheit. Mit dem Sankt Pauli haben wir Geld gesammelt, um in Kuba Sportplätze zu bauen. Das ist eine Aktion, die wir parallel zum Brunnenbau in Äthiopien betreuen. Welche Rolle spielt der FC Sankt Pauli für das Projekt? Der Verein setzt sich nach wie vor für unsere Belange ein, wir können die Homepage nutzen, oder der Stadion sprecher ruft zu unseren Veranstaltungen auf. Wichtig sind auch die Fans, mit deren Unterstützung unser Projekt gewachsen ist. Dennoch, wir können uns vorstellen, auch mit anderen Vereinen zu kooperieren. Schon jetzt hat uns der VfB Stuttgart für die Reise Bälle und Trikots mitgegeben. Gut möglich, daß wir künftig mit mehreren Vereinen zusammenarbeiten. Wird das Projekt zum Selbstläufer? Benefizveranstaltungen organisieren sich nicht von alleine. Aber es gibt immer wieder neue Ideen, die wir umsetzen wollen, und dabei merken wir, daß wir mit unserem Anliegen auf offene Ohren stoßen. Das zeigt uns: »Viva con Agua« ist zeitgemäß, aber sicherlich kein Selbstläufer, sondern sehr arbeitsintensiv. Ist die Arbeit allein durch ehrenamtliches Engagement zu bewerkstelligen? Auf Dauer sicher nicht. Seit anderthalb Jahren arbeite ich täglich für das Projekt, und irgendwann muß auch die Organisation bezahlt werden. Langfristig wollen wir zwei oder drei Arbeitsplätze schaffen, um zu verhindern, daß »Viva con Agua« nur ein Strohfeuer ist. Spenden an Deutsche Welthungerhilfe, Konto 1115, Sparkasse Köln-Bonn (BLZ 380 50 000), Stichwort: Sankt Pauli
Avatar von headhuntersheadhuntersMitglied
25.04.2007, 06:13 · #22
Beiträge: 2'353
St. Pauli klettert auf Rang eins!! Werder II - St.Pauli 0-2
fischbachMitglied
12.06.2007, 12:17 · #24
Beiträge: 2'951
Arnold Schulers Einstieg beim FC St. Pauli Der Verwaltungsrat des Zürcher Handballklubs Amicitia investiert mit einem Partner 5 Millionen Euro in den Hamburger Kultverein. Von Ueli Kägi Selber sagt Arnold Schuler über sich: «Ich bin ein Freak.» Und vom FC St. Pauli weiss er: «Dieser Klub ist anders. Dieser Klub ist ein Lebensgefühl mit Che-Guevara-Groove.» Schuler war in der gerade abgelaufenen Saison noch wichtigster Geldgeber bei den GC-Handballern und ist nach seinem Abgang nun Verwaltungsratsmitglied bei Aufsteiger Amicitia. Der 43-Jährige, einst im Computergeschäft zu Geld gekommen, versuchte zuletzt im Sport-Ticket-Geschäft als Broker mitzuverdienen. Jetzt steigt er, unterstützt von seinem Schweizer Partner Gisep Biert, mit 5 Millionen Euro beim FC St. Pauli ein. St. Pauli ist Kult. Der Klub hat den Totenkopf als Logo und seine Heimat auf dem Kitz, der Reeperbahn, Ausgehviertel, Rotlichtmilieu, bekannt auch als «sündigste Meile der Welt» mitten in Hamburg. Einst spielte der FC St. Pauli in der Bundesliga, jetzt ist er gerade zurückgekehrt von der Regionalliga in die 2. Bundesliga. Selbst in der sportlichen Drittklassigkeit waren zuletzt die Heimspiele mit über 15 000 Zuschauern ausverkauft. Und auf der Reeperbahn feierten 35 000 den Wiederaufstieg. Auch Ticketing-Rechte an Schuler Mit den 5 Millionen Euro finanziert St. Pauli den derzeit laufenden Neubau der Südtribüne, welche die Kapazität am Millerntor wieder auf gegen 22 000 Zuschauer erhöht - nur dann mit neuerdings etwas Luxus. Die 5 Millionen Euro gelten als rückzahlbares Darlehen bis 2017. Verbunden mit dem Investment sind für Schuler mehrere Gegengeschäfte. Das Duo hat die Ticketing-Rechte für sämtliche Anlässe im Stadion erhalten. Im Fussballbereich verkauft St. Pauli 12 000 Saisonkarten und in der 2. Bundesliga erwartungsgemäss 10 000 weitere Tickets pro Heimspiel. Schuler und Biert verdienen an jeder verkauften Eintrittskarte eine Gebühr. Und das Duo hat sich für die 10 Jahre der Darlehenslaufzeit die Rechte am Merchandising des FC St. Pauli sowie die Rechte für das Catering und die Organisation weiterer Veranstaltungen am Millerntor gesichert. Schuler plant Boxkämpfe und Eishockeyspiele, er spricht auch von einem Biathlon-Event. Auf der voraussichtlich im September fertig gestellten Südtribüne befinden sich auch 11 Logen, die auf St. Pauli ortskonform «Separees» heissen. Schuler/Biert haben gleich selbst «ein paar» (Schuler) dieser Separees erworben, um sie von Anlass zu Anlass Gewinn bringend zu vermieten. Wöchentlich in Hamburg vor Ort Schuler sieht beim FC St. Pauli ein «extremes Potenzial» - dank der Ausstrahlung des Vereins, dank der Lage des Stadions und weil der sportliche Erfolg der Mannschaft offensichtlich nicht von solch wesentlicher Bedeutung für die wirtschaftlichen Möglichkeiten ist wie bei anderen Klubs. Schuler erzählt, dass bereits jetzt von deutschen Fussballklubs nur die Bayern, Schalke und Dortmund im Merchandising mehr umsetzten als St. Pauli, obwohl der Verein sein Merchandising nicht professionalisiert betreibe. Dass St. Pauli die vergangenen Jahre stets am Rande des Ruins wirtschaftete, schreibt Schuler auch der ungenügenden Geschäftsführung vor allem im sportlichen Bereich zu. Der Klub sucht derzeit auch unter Schulers Mithilfe einen neuen Sportdirektor. Wöchentlich ist Schuler mittlerweile in Hamburg, im «boomenden Hamburg», wie er sagt. Seinen finanziellen Einsatz sieht er bei aller Leidenschaft für den FC St. Pauli vor allem als «ein Geschäft und nicht wie bei GC und Amicitia als ein Hobby». Er will mit Partnern auch dabei sein, wenn das Stadion bis zum 100-Jahr-Jubiliäum 2010 auf 28 000 Plätze erweitert wird. Schuler sagt: «Bei St. Pauli gibt es so viele Möglichkeiten, da steckt so viel Geld dahinter. Das Potenzial ist unerschöpflich.» Quelle: Tages-Anzeiger
trullerMitglied
12.06.2007, 14:03 · #25
Beiträge: 842
hab das heute morgen gelesen und sage dazu nur: kopfschüttel. die gleiche scheisse immer und immer wieder....
Tommy KnockerMitglied
12.06.2007, 16:26 · #26
Beiträge: 141
Hahaha...ausgerechnet der Herr Schuler will jetzt das Business bei St.Pauli professionalisieren...in der Regel zieht es doch deutsche Hasardeure nach mehreren Pleiten wegen der recht laschen Rechtsprechung in die Schweiz und nicht umgekehrt???
ExuperantiusMitglied
13.06.2007, 10:09 · #27
Beiträge: 391
Hahaha...ausgerechnet der Herr Schuler will jetzt das Business bei St.Pauli professionalisieren...in der Regel zieht es doch deutsche Hasardeure nach mehreren Pleiten wegen der recht laschen Rechtsprechung in die Schweiz und nicht umgekehrt??? Es bleibt zu hoffen dass du die Promovierung noch vor dir hast.
Herr ElsenerMitglied
13.06.2007, 11:48 · #28
Beiträge: 5'380
«Seinen finanziellen Einsatz sieht er bei aller Leidenschaft für den FC St. Pauli vor allem als «ein Geschäft und nicht wie bei GC und Amicitia als ein Hobby». Er will mit Partnern auch dabei sein, wenn das Stadion bis zum 100-Jahr-Jubiliäum 2010 auf 28 000 Plätze erweitert wird. Schuler sagt: «Bei St. Pauli gibt es so viele Möglichkeiten, da steckt so viel Geld dahinter. Das Potenzial ist unerschöpflich»
bestätigt einmal mehr: st. pauli ist der grösste kommerz-club in deutschland mit dem grössten modefan-anhang; direkt hinter bayern.
trullerMitglied
14.06.2007, 09:28 · #29
Beiträge: 842
«Seinen finanziellen Einsatz sieht er bei aller Leidenschaft für den FC St. Pauli vor allem als «ein Geschäft und nicht wie bei GC und Amicitia als ein Hobby». Er will mit Partnern auch dabei sein, wenn das Stadion bis zum 100-Jahr-Jubiliäum 2010 auf 28 000 Plätze erweitert wird. Schuler sagt: «Bei St. Pauli gibt es so viele Möglichkeiten, da steckt so viel Geld dahinter. Das Potenzial ist unerschöpflich»
bestätigt einmal mehr: st. pauli ist der grösste kommerz-club in deutschland mit dem grössten modefan-anhang; direkt hinter bayern. das mit dem kommerz- und modefan-ding kann man sehen, wie man will. jedenfalls sind sie zu blöd um das kommerzielle potential auch für den club auszunutzen. sonst müsste man nicht alle paar jahr retter-shirts verticken.
trullerMitglied
15.06.2007, 09:19 · #30
Beiträge: 842
Ich freue mich über den Aufstieg von St. Pauli. War lange fällig ! Allerdings wird es für Pauli verdammt hart. Die 2. Bundesliga war noch nie so gut bestückt wie dies in der kommenden Saison der Fall sein wird. Da gibt es mind. 7 potentielle Aufstiegskandidaten. Danach folgen etliche "gute" Mittelfeldmannschaften. Wer kein oder wenig Geld zur Verfügung hat sich gezielt zu verstärken wird ziemlich sicher untergehen. teile deine bedenken. unter gezielt verstärken verstehe ich dann eben auch nicht namen wie kim jaggy (steht gerüchteweise zur diskussion).
Tommy KnockerMitglied
19.06.2007, 19:28 · #31
Beiträge: 141
@Exuperantius Auf deine Frage: Nö, muss ich aber auch nicht verstehen, was meine "Promovation" mit der Rechtsauslegung in der Schweiz zu tun hat...aber Hauptsache mal was in die Tasten hämmern...
MSV GizmoMitglied
20.06.2007, 13:35 · #32
Beiträge: 67
teile deine bedenken. unter gezielt verstärken verstehe ich dann eben auch nicht namen wie kim jaggy (steht gerüchteweise zur diskussion). Naja, mit der Rückkehr von Ralle Gunesch und einer eventuellen Rückkehr von Fabe Gerber hätte Pauli dann 2 Spieler, die fast schon zu gut für die 2. Liga sind. Gerber hat sich in der Bundesliga bewiesen, dürfte sich in der 23. aber besser zurechtfinden und Gunesch hat genug Potential für eine große Zukunft.
trullerMitglied
20.06.2007, 13:46 · #33
Beiträge: 842
ralph gunesch = guter transfer fabian gerber = noch nicht sicher, wenn ich recht informiert bin, wäre aber ein sehr guter transfer mal gucken, was sonst noch kommt bzw. geht...
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