Zukunft FCZ - Tagi online

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Sascha
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05.05.2003, 05:28 · #1
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In Sicht: «Chrampfer» und ein Geldgeber Das 4:2 gegen YB bescherte dem FCZ den zweiten Sieg. Sven Hotz dagegen hat zwei Fragen zu beantworten: Wer wird Trainer? Will er Werner Hofstetter als Geldgeber? Von Thomas Schifferle, Zürich Am Ende des Abends war die Welt im Letzigrund wieder einmal in Ordnung. Der FC Zürich konnte auf die schönsten, glücklichsten und deshalb besten Minuten des Frühjahres zurückblicken. Dass es nur zwölf Minuten waren, in denen er trickste, spielte weiter keine Rolle. Sie genügten, mit drei Schüssen 3:0 in Führung zu gehen und die Basis zum Sieg zu legen. Dass der FCZ eine Menge Glück in Anspruch nahm, um seinen Vorsprung trotz eklatanter defensiver Mängel zu verteidigen, brauchte ihn nicht zu kümmern. Er hatte auf die blamable Vorstellung in Wil mit einem 4:2 gegen YB reagiert. Alhassane Keita arbeitete mit drei Treffern an seinem Selbstvertrauen. Wenn der FCZ bloss in Wil gewonnen hätte, und wenn YB am letzten Sonntag nicht ausser Programm Basel besiegt hätte, dann wären der dritte Platz und der Uefa-Cup ein greifbares Ziel, und der Trainerwechsel wäre zum richtigen Zeitpunkt gekommen . . . Es macht mehr Sinn, sich auf das zu besinnen, was zählt. Unter Walter Grüter spielt die Mannschaft nicht besser als zuvor unter Georges Bregy, der am 27. März nach zwei Punkten in vier Finalrundenspielen freigestellt worden war. Sie gewann jetzt zwar zum zweiten Mal seither, aber das Spiel, wie es vor allem gegen YB zum Erfolg führte, kann nicht geplant und eingeübt sein, nicht die Folge der Beförderung eines Assistenten zum Interimstrainer. Das ist Zufall. In dieser Beziehung bleibt der FCZ der FCZ. Unterdessen bastelt Sven Hotz wieder einmal an der Zukunft. Wenigstens tut er das nicht in der Hoffnung, den Erfolg planbar(er) zu machen. Gerade er weiss längst, dass das unmöglich ist. Dafür ist er schon mit zu vielen Strategien gescheitert. Er tut es in der Hoffnung, seinem Klub ein Leitbild zu geben. Hotz’ Anforderungsprofil «Vision 2007» nennt Hotz das entsprechende Papier, an dem er mit einem insgesamt fünfköpfigen Gremium werkelt. Er will Antworten auf Fragen finden wie: «Was wollen wir verändern und verbessern? Was sind die Schwächen des FCZ? Wo kommt er gut an? Brauchen wir einen Manager, einen Sportchef? Wie können wir Gönner und Sponsoren pflegen?» Weit wichtiger jedoch sind andere Fragen, die Hotz im Zusammenhang mit seiner Vision stellt: «Wie können wir das Budget ausgeglichen gestalten? Wie können wir den Klub unabhängiger von mir machen?» Und was die unmittelbare Zukunft angeht, ist eines noch interessanter: Wer wird neuer Trainer? Hotz spielt auf Zeit, was die Wahl des wichtigsten Angestellten betrifft. Nächste Woche will er sich mit seinem Vorstand eingehender beraten, eine Liste mit «sechs, sieben Namen» von Trainern vorlegen, die für ihn denkbar sind, und dazu will er ein Blatt legen und mit dem blossen Vermerk versehen: «Diese zwölf haben sich auch noch beworben.» Er ist überzeugt, dass der FCZ weiterhin «eine gute Adresse» ist. Das macht es nicht zwingend nötig, sich darüber aufzuhalten, wer da «auch noch alles hinten hervorgekommen» sei und sich gemeldet habe. Es genügt, wenn der Präsident sein Anforderungsprofil formuliert, damit er gar nicht erst Bewerbungsschreiben von Trainern aus der NLB oder 1. Liga zu öffnen braucht. Also soll es künftig ein Trainer sein, der Erfahrung in der NLA hat, Schweizer ist, mit ausländischen Spielern «subtil» (Hotz) umgehen kann und sie nicht nur kritisiert, sondern auch fördert, ein Trainer, der ein «Chrampfertyp» ist und «von morgens bis abends für den FCZ da ist» und der «einen sauberen Leumund» hat. So stellt sich Hotz das vor. Der Abzählreim und die Spekulation Gerüchte sagen, er selbst habe sich festgelegt. Hotz dementiert und will bisher nicht einmal mit einem Kandidaten geredet haben, «nein», sagt er, «so wahr ich auf meinem Stuhl sitze». Jedenfalls lässt sich abschätzen, wer unter anderem und aus diversen Überlegungen nicht fürs Amt in Frage kommt: Walter Grüter (mit Assistenzvertrag bis 2004), Jürgen Seeberger (Schaffhausen), Walter Iselin (Junioren Aarau), Martin Rueda (Wohlen), Joachim Löw (Deutscher und damit Ausländer), Rolf Fringer (derzeit Dubai), Andy Egli (früher GC . . .). Der Luzerner Hans-Peter Zaugg, der Favorit der ersten Stunde nach Bregys Absetzung, hat inzwischen die Gunst von Hotz verloren. Leute wie der Krienser Urs Schönenberger brauchen sich keine Hoffnung zu machen, weil Hotz ausser Vaclav Jezek keinen Trainer zum FCZ zurückholen würde. Die Gerüchte besagen auch, Hotz’ Favorit sei noch andernorts unter Vertrag. Das würde gegen den vereinslosen Lucien Favre sprechen, aber nicht unbedingt gegen Claude Ryf (Xamax), Alain Geiger (Aarau) oder Martin Andermatt (Wil), erst recht nicht gegen Hanspeter Latour (Thun) oder Marco Schällibaum (YB). Hotz wird wissen, was er tut. Sein bevorzugter Ratgeber ist ohnehin er selbst. Was darin liegt, dass er am Ende immer alles selbst zahlen und begleichen muss. Langsam geht ihm die Lust verloren, jährlich Defizite in der Grössenordnung von vier Millionen Franken zu decken. Ein Sparpotenzial von geschätzt zwei Millionen würde sich ihm wohl anbieten, liess er im Sommer die Verträge von Di Jorio, Hellinga, Jeanneret, Quentin und Renato auslaufen. Aber er braucht Geld von aussen, um selbst entlastet zu werden. Darum trifft er sich diese Woche zum dritten Mal mit Werner Hofstetter. Keine Berührungsängste mehr «Wenn er auf meine Gedanken eingeht und wirtschaftlich mithelfen will», sagt Hotz, «dann soll er beim FCZ Fuss fassen können.» Das macht deutlich, dass er die anfänglichen Berührungsängste mit dem polternden Haudegen aus der Baubranche, der Anfang der Achtzigerjahre dem SC Zug vorstand, verloren hat. Und legt den Verdacht nahe, dass er wirklich eine gewisse Neuordnung will und nicht nur von ihr redet. Von Hofstetter ist aus alten Zeiten das Zitat überliefert, dass er bei Fussballspielern «Blut unter den Fingernägeln sehen will». Er kann sich mit den Jahren ja geändert haben und sich an das halten, was Hotz verlangt: «Bei uns kann keiner etwas ‹rausposaunen›. Bei uns gibt es Demokratie.» Hotz muss sich von Hofstetter nur überraschen lassen.
C.D.M.
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05.05.2003, 05:39 · #2
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bin ja gespannt ob alles was geschrieben wird auch umgesetzt wird..vor allem die fision 2007!!!
Stu
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05.05.2003, 06:20 · #3
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Sascha, Schällibaum wäre in der Tat keine schlechte Alternative. Bin gespannt was mit dem umstrittenen Hofstetter raus kommt. Ich frage mich übrigens was Ex YB Manager Bickel am Samstag im Letzi machte. Glaube kaum, dass er da war um seine ehemaligen Arbeitnehmer zu unterstützen. Ein FCZ mit Hofstetter und Bickel.... Ob das gut käme ;-)
Avatar von Philippescu
Philippescu
Admin
05.05.2003, 06:40 · #4
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Sascha, Schällibaum wäre in der Tat keine schlechte Alternative. Bin gespannt was mit dem umstrittenen Hofstetter raus kommt. Ich frage mich übrigens was Ex YB Manager Bickel am Samstag im Letzi machte. Glaube kaum, dass er da war um seine ehemaligen Arbeitnehmer zu unterstützen. Ein FCZ mit Hofstetter und Bickel.... Ob das gut käme ;-) ich hoffe ja schwer das es schällibaum oder geiger (2.wahl) sein wird, kann mich sonst nur schwer mit einem anderen schweizer trainer anfreunden. geiger & schälli sind ja auch die einzigen die zur zeit erfolg haben mit ihrem verein.
test
Stu
Mitglied
05.05.2003, 06:50 · #5
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Geiger scheint dem FCZ generell nicht unbedingt abgeneigt zu sein. Eine Zeit lang habe ich ihn regelmässig (sicher 8-10 mal) auf der Osttribüne gesehen. Das war vor 2-3 Jahren...
Glarona
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05.05.2003, 06:55 · #6
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sieht schwer nach schällibaum aus, 1.schälli hat die schnauze von yb voll 2.bickel isz ziemlich viel im letzi 3.könnten mit schälli der deine oder andere zum fcz wechseln(berisha). hab gar nicht gewusst das der di jorio nur ein 1 jahres vertrag hatte. glarona p.s.wieso gewinnt der fcz genau immer dann wenn ich den match nicht sehen kann?ein fluch?
Mahatma
Mitglied
05.05.2003, 07:00 · #7
Beiträge: 608
... p.s.wieso gewinnt der fcz genau immer dann wenn ich den match nicht sehen kann?ein fluch? Am besten Du besuchst keine FCZ-Spiele mehr. Dann werden sie Schweizer Meister :) ... Gruss Mahatma
Stu
Mitglied
05.05.2003, 07:08 · #8
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sieht schwer nach schällibaum aus, 1.schälli hat die schnauze von yb voll 2.bickel isz ziemlich viel im letzi 3.könnten mit schälli der deine oder andere zum fcz wechseln(berisha). Weiss nicht ob Berisha kommen würde. Der hat doch einen mehrjährigen Vertrag mit YB unterschrieben, nachdem er sich gegen den FCZ entschieden hatte. Auch finde ich es toll, dass der unglückliche Schällibaum seinen Vertrag bei YB noch ein Jahr verlängert hat. Das würde den FCZ sicher noch etwas kosten, ihn raus zu kaufen... hab gar nicht gewusst das der di jorio nur ein 1 jahres vertrag hatte. Das ist mir auch völlig neu. Gibt es eine Option? Oder war der Vertrag tatsächlich so kurz? Ich glaube eher er dauert noch 2 Jahre... p.s.wieso gewinnt der fcz genau immer dann wenn ich den match nicht sehen kann?ein fluch? Geht mir genau so. Auch ich konnte die Heimspiele gegen Wil und YB nicht sehen. Wir zwei sollten Stadionverbot erhalten... ;-)
Glarona
Mitglied
05.05.2003, 08:06 · #9
Beiträge: 13'396
sieht schwer nach schällibaum aus, 1.schälli hat die schnauze von yb voll 2.bickel isz ziemlich viel im letzi 3.könnten mit schälli der deine oder andere zum fcz wechseln(berisha). Weiss nicht ob Berisha kommen würde. Der hat doch einen mehrjährigen Vertrag mit YB unterschrieben, nachdem er sich gegen den FCZ entschieden hatte. Auch finde ich es toll, dass der unglückliche Schällibaum seinen Vertrag bei YB noch ein Jahr verlängert hat. Das würde den FCZ sicher noch etwas kosten, ihn raus zu kaufen... hab gar nicht gewusst das der di jorio nur ein 1 jahres vertrag hatte. Das ist mir auch völlig neu. Gibt es eine Option? Oder war der Vertrag tatsächlich so kurz? Ich glaube eher er dauert noch 2 Jahre... p.s.wieso gewinnt der fcz genau immer dann wenn ich den match nicht sehen kann?ein fluch? Geht mir genau so. Auch ich konnte die Heimspiele gegen Wil und YB nicht sehen. Wir zwei sollten Stadionverbot erhalten... ;-) sie haben jetzt wenigstens ne plausible ausrede bei der nächsten verlorenen partie."der stu und der glarona waren im stadion,da kann man nicht gewinnen!" glarona
Romi
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05.05.2003, 08:17 · #10
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Schällibaum und Bickel (neuer Sportchef) brächten enormen Schwung zum FCZ. Und wenn dann noch ein paar neue Sponsoren einsteigen, müssen die Hüpfer zittern... Über Hofstetter gab es im letzten Tagi Magazin einen Bericht. Er ist cholerisch veranlagt, hat etwas primitives an sich. Passt m.E. nicht zum Gentelman und Humanisten Hotz und auch nicht zum FCZ. Nichts gegen seinen Erfolgshunger, doch der sieht aus wie einer der über Leichen gehen würde. Das gebe rasch Zoff. Freut mich besonders, dass Zaugg an Gunst verloren hat. Zaugg einstellen wäre ein Rückschritt. Ich will auch Latour nicht, doch der hat meines Erachtens immer noch sehr gute Chancen (D-CH, NLA-Erfahrung, Chrampfer). Mit Ryf könnte ich mich anfreunden, doch der wird wohl bei Xamax bleiben. Gleiches gilt für Geiger und Aarau.
Sascha
Mitglied
05.05.2003, 08:47 · #11
Beiträge: 2'412
Schällibaum und Bickel (neuer Sportchef) brächten enormen Schwung zum FCZ. Und wenn dann noch ein paar neue Sponsoren einsteigen, müssen die Hüpfer zittern... Über Hofstetter gab es im letzten Tagi Magazin einen Bericht. Er ist cholerisch veranlagt, hat etwas primitives an sich. Passt m.E. nicht zum Gentelman und Humanisten Hotz und auch nicht zum FCZ. Nichts gegen seinen Erfolgshunger, doch der sieht aus wie einer der über Leichen gehen würde. Das gebe rasch Zoff. Schällibaum und Bickel....hmmm...klingt verdammt verlockend..... Cholerisch ist doch gut....dann ist Feuer unterm Dach....und wenns brennt, rennen alle......mal im Ernst - kann Hofstetter schlecht sein? Ich denke, er wäre gut fürs Gleichgewicht....und einen Leichengänger braucht dieser Club..wenigstens einen....!
flo
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05.05.2003, 08:57 · #12
Beiträge: 2'424
Jedenfalls lässt sich abschätzen, wer unter anderem und aus diversen Überlegungen nicht fürs Amt in Frage kommt: ... Joachim Löw (Deutscher und damit Ausländer) Kann mir irgend jemand hier erklären, weshalb ein Deutscher als Trainer nicht in Frage kommt? Hotz schadet mit seinen komischen, nicht nachvollziehbaren Kriterien dem FCZ auf massivste Weise.
Avatar von Philippescu
Philippescu
Admin
05.05.2003, 09:00 · #13
Beiträge: 3'314
Jedenfalls lässt sich abschätzen, wer unter anderem und aus diversen Überlegungen nicht fürs Amt in Frage kommt: ... Joachim Löw (Deutscher und damit Ausländer) Kann mir irgend jemand hier erklären, weshalb ein Deutscher als Trainer nicht in Frage kommt? Hotz schadet mit seinen komischen, nicht nachvollziehbaren Kriterien dem FCZ auf massivste Weise. ja flo, es ist einmal mehr nicht nachvollziehbar was das ganze soll.
test
Glarona
Mitglied
05.05.2003, 09:50 · #14
Beiträge: 13'396
Jedenfalls lässt sich abschätzen, wer unter anderem und aus diversen Überlegungen nicht fürs Amt in Frage kommt: ... Joachim Löw (Deutscher und damit Ausländer) Kann mir irgend jemand hier erklären, weshalb ein Deutscher als Trainer nicht in Frage kommt? Hotz schadet mit seinen komischen, nicht nachvollziehbaren Kriterien dem FCZ auf massivste Weise. hotz wird angst haben das ein deutscher ne andere mentalität hat und die spieler damit nicht zurecht kommen(siehe bayern mit mister trap). glarona
Romi
Mitglied
05.05.2003, 09:50 · #15
Beiträge: 1'323
«Kann mir irgend jemand hier erklären, weshalb ein Deutscher als Trainer nicht in Frage kommt?»
Hotz will einen Trainer der die NLA Verhältnisse aus Erfahrung sehr gut kennt und Kontakte hat. Wenn einer wie Schälli od. Ryf kommt, ist es sehr wahrscheinlich, dass der noch ein paar gute Spieler (od. auch Investoren) mitnimmt od. anlocken kann. Einen Löw anzustellen ist mit einigen Risiken verbunden. Erstens kostet der viel Geld und es ist fraglich, ob Löw wirklich motiviert ist einen CH-Club zu übernehmen, der vom Budget her gesehen die nächsten 2 Jahre wohl kaum Schweizer Meister wird und in der Champions League mitspielt. Scheinbar gibt es zur Zeit keinen Deutschen Trainer der die Vorstellungen von Hotz erfüllt. Aber grundsätzlich und aufgrund der Herkunft alle Trainer auszuschliessen die keinen CH Pass haben wäre beschränkt.
Stu
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05.05.2003, 11:19 · #16
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Hier noch etwas für alle Bickel-Befürworter. Ich weiss nicht was ich von ihm halten soll. Auch nachdem ich den untenstehenden Artikel der NZZ am Sonntag gelesen habe weiss ich es noch nicht. Er ist auf alle Fälle zumindest etwas kontrovers, der liebe Fredy. Aber lest selber: NZZ am Sonntag 04. Mai 2003 Kampf um Stil und Ordnung YB will mit dem neuen Stadion im Schweizer Fussball hoch hinaus. Doch der Weg zum Glück ist viel teurer, intrigenreicher und leidvoller als erwartet. Von Peter B. Birrer Im virtuellen Raum ist der Teufel los. Das Internet-Forum des BSC Young Boys quillt über, weil derzeit die Gefühle der Fans bei jeder Zuckung im Klub Kapriolen schlagen. Rückte unlängst der Name des neuen Wankdorf-Stadions, das erst 2005 bezugsbereite «Stade de Suisse», in den Fokus hitziger Kontroversen, ist es jetzt die Ausmusterung Harut Wardanyans und Artur Petrosyans. An sich geschieht nichts Unerhörtes: Ein Klub trennt sich von zwei über 30-jährige Fussballern. Die Crux ist dabei nur, dass die zwei Armenier emotional eng mit der jüngsten, erfolgreichen YB-Vergangenheit verbunden werden. Der BSC Young Boys ist dank dem neuen Stadion (Bauvolumen: 350 Millionen Franken) finanziell abgesichert. Vor diesem Hintergrund will und muss er sich im Schweizer Fussball hinter dem FC Basel und GC als Nummer 3 etablieren. Doch im Verlaufe der letzten Monate ist im Vorwärtsgang einiges ausser Kontrolle geraten. Weil man sich über die Stossrichtung des Klubs nicht einig war, eskalierten Mitte Dezember 2002 die Ereignisse. Die Inhaber der Vermarktungsrechte des neuen Stadions gingen mit der Polizei und einem Schauprozess gegen die YB-Vereinsführung vor, weil diese die Schraube überdreht, sprich: zu viel Geld ausgegeben hatte. Inhalt contra Vorgehen Kurz vor Weihnachten schieden Geschäftsführer Fredy Bickel und Präsident Heinz Fischer aus. Um noch mehr Imageschaden zu verhindern, einigten sich die Parteien nach einer Schlammschlacht aussergerichtlich, worüber Stillschweigen vereinbart wurde. Also: Deckel auf den Dampfkochtopf. Doch Peter Jauch, seit Mai 2002 Beauftragter der Geldgeber, hatte bereits die Justiz auf den Plan gerufen. Der Vorwurf gegen Fischer/Bickel lautete auf ungetreue Geschäftsbesorgung und Urkundenfälschung, was in jedem Fall eine Strafuntersuchung nach sich zieht. Die Untersuchungsrichterin und die zuständige Staatsanwaltschaft kamen im Februar 2003 allerdings zum Schluss, dass die gegen Fischer/Bickel erhobenen Anschuldigungen «haltlos» seien. Der Fall war somit strafrechtlich nicht mehr relevant und das Duo Bickel/Fischer entlastet. Derweil ballten Jauch und die Geldgeber die Faust im Sack. So angemessen ihre Entscheidung wohl war, sich von Bickels Vorwärtsstrategie zu trennen, so verfehlt war ihr Vorgehen. Sie unterschätzten vorab eines: Bickel hantierte seit jeher mit der in dieser Branche üblichen Öffentlichkeit. Er kam im Volk an, er verteilte in der Berner Fangemeinde auch einmal Gratis-Tickets - und er drückte mit medialem Druck Transfers durch. Als er etwa den Star Stéphane Chapuisat verpflichtete, stellte er - so ungeheuerlich dies klingt - die Geldgeber vor vollendete Tatsachen. Die Berner Lokalmedien jubelten auf breiter Front mit, vorbei schienen die unwürdigen neunziger Jahre, als das wirtschaftlich kaputte YB Jahr für Jahr zu Kreuze kroch. «Chapuisat macht uns glücklich», hiess es, und keiner der Geldgeber wagte einen Mucks zu machen. Die Vox populi entfaltete sich in Zeiten hemmungsloser Gratisanzeiger und schrankenloser Internet-Foren vollends. Als Nächster erhielt Joel Magnin einen tollen Vertrag, und diesem und jenem Spieler wurden Vertragsverlängerungen angeboten. Mit voller Kraft voraus und bis 2005 dem triumphalen Einzug ins Stadion entgegenfiebern. Das war Bickels Vision. Doch bis dahin ist noch ein langer und vor allem teurer Weg, weil YB nur kostet, solange es im Stadion Neufeld spielen muss. Wer Chapuisat zujubelt, wer den Armeniern die Treue hält, sollte sich vielleicht einmal fragen, wer dieses Glück bezahlt. YB kostet 23 000 Franken pro Tag. Bei einem Jahres-Budget von 8,5 Millionen müssen mehrere Millionen von Dritten eingeschossen werden, weil YB derzeit höchstens 4,5 Millionen generieren kann. Bickel gab zu viel aus und versuchte, dank Erträgen aus Johann Vonlanthens anstehendem Transfer zum PSV Eindhoven (1 Mio.) das Defizit zu mildern. Supervisor Marazzi Die Abhängigkeiten im ganzen Stadion-Konstrukt sind komplex. Dass mit YB einiges aus dem Ruder lief, ist auch auf Strukturschwächen und fehlende Kontrollmechanismen zurückzuführen. Die für den Stadionbau als Supervisorin zuständige Generalunternehmung von Bruno Marazzi rettete in den neunziger Jahren zwar mehrmals den serbelnden Klub, stopfte diverse Löcher, half mit Darlehen aus, bekannte sich aber nie direkt und offen zu YB. Sie agierte stets «aussenstehend», wie es Marazzi-CEO Werner Müller nennt. Das sei von Vorteil gewesen, sagt Müller, weil die Firma andernfalls in einer YB-Krise wie viele andere aus dem Umkreis des Klubs hätte weggespült werden können. Diese Begründung klingt zwar nett, trifft aber in Anbetracht von Marazzis Finanzkraft nicht den Kern der Zurückhaltung: Den Segelfreund Marazzi interessiert das Fussballgeschäft nicht, er will sich dort auch nicht die Hände dreckig machen. Aber das Stadion braucht eben YB - und umgekehrt. Das ist der Zwiespalt, wo auch die Strukturschwächen im YB-Konstrukt herrühren. Die vielen Papiere der Ära Bickel, irgendwelche Deals mit Spielervermittlern, Vorabsprachen und Vereinbarungen mögen Marazzi noch zusätzlich abgeschreckt haben, sind aber weitgehend Teil des Fussballgeschäfts. Die Vermutung geht um, dass Marazzi dem gechassten Manager - ausserhalb der Einigung - Geld gegeben habe. Vielleicht trotz allem als Dank dafür, dass Bickels dynamische Zürcher Crew die Berner aus der jahrzehntelangen, unerträglichen Agonie gerissen hat. Als der seinerzeit schon in der Vermarktung des Basler St.-Jakob-Parks tätige Peter Jauch 2002 neue Investoren einbrachte, biss die Firma Marazzi zu. Gleiches hatte sie gemacht, als sie Jahre zuvor den Luzerner Vermögensberater Walter Theiler auf den Plan gerufen hatte. Theiler verlor in Bern viele Millionen und half, die YB-Bürde zu finanzieren. Jetzt halten Peter Jauch sowie seine Freunde und Geldgeber Benno E. Oertig und Urs Meile ungefähr 80 Prozent der für die Vermarktung (und YB-Alimentierung) zuständigen Nationalstadion AG. Marazzis Anteil beträgt 20 Prozent. Als VR-Präsident entschied er sich schon Anfang 2002, ohne Fischer weiterzufahren. Allerdings: Der Baulöwe und die übrigen Geldgeber unterschätzten die Aufruhr nach der von Jauch initiierten Polizeiaktion. Nicht klar ist, inwiefern das brachiale Vorgehen gebilligt war. Jedenfalls ist der Flurschaden beträchtlich und bis heute nicht behoben. YB ringt um Stil und Ordnung. Die Geldgeber haben ein Imageproblem, das nicht nur auf Bickels überzeichneten Ruf in der Berner Bevölkerung zurückzuführen ist. «Aufräumer» Jauch ist kompromisslos, verbissen und offenbart Tendenzen von Kontrollverlust. Als die Berner Justiz die Strafuntersuchung gegen Bickel/Fischer einstellte, focht Jauch auch den Inhalt der Medienmitteilung juristisch an. Er blitzte nochmals ab. Jauch nennt das Communiqué unverhohlen einen «Skandal», die Untersuchungsrichterin «lüge» mit der Behauptung, die strafrechtliche Untersuchung ausgedehnt zu haben. Jauch greift pauschal Berner Medien an, ortet Verschwörungen und charakterisierte im Lokalfernsehen «Telebärn» Herr und Frau Berner - im Vergleich zu Zürich und Basel - als «sturer», «fanatischer», «extremer» und «brutaler». Jauchs Rundumschläge entlasten Bickel keineswegs. Hätte die Nationalstadion AG wegen fehlender Unterschriften unter Verträgen etwa auf die hohen Konventionalstrafen (800 000 Franken) gepocht, wären Fischer/Bickel nie durchgekommen. Doch die vertrackte Konstellation hat zur Folge, dass in den Augen der Öffentlichkeit die bösen Buben nach wie vor auf der anderen Seite ausgemacht werden. Kommt dazu, dass die Personalentscheide nach der Ära Bickel Fragen aufwerfen, Zeitdruck hin oder her. Ausgerechnet Peter Mast, vorher Finanzchef und Controller, wurde interimistischer Präsident der für den Profibetrieb zuständigen YB-Betriebs-AG. Reto Gertschen, vorher U-21-Trainer, stieg aus dem Nichts zum Sportchef und damit zum Vorgesetzten des Cheftrainers auf. Die Chefetage setzt schliesslich mehrere Trainer und Spieler unter Druck, indem sie mit Lohnreduktionen droht. Mit anderen Worten: Sie versucht mit all dem zu brechen, was vorher war. Wenn sich der mit Bickel eng verbandelte Trainer Marco Schällibaum derzeit äussert, zittert mit jedem Satz der YB-Boden. Da fällt auch nicht ins Gewicht, dass Schällibaum den Vertrag bis 2004 verlängert hat. Der Trainer ist isolierter denn je. Jetzt kann Peter Jauch noch so sehr vom FC Basel schwärmen, das «Modell Trondheim» loben und davon reden, dass die sich verengende Marktsituation in der Schweiz für einen Arbeitgeber wie YB spricht. Das gepriesene YB hat noch kein Stade de Suisse gefüllt, ist noch nicht Schweizer Meister und weit davon entfernt, wie der norwegische «Vernunft-Klub» Rosenborg Trondheim jahrelang auf der satten Wiese Namens «Champions League» zu weiden. Und vor allem: Niemand kann im Jahr 2005 im Stade de Suisse per Knopfdruck die Scheinwerfer anlassen und die YB-Übung von Null auf Hundert hochfahren. Bleibt ein Trost: YB hat nach dem neuerlichen Neustart die Ewigkeit von zwei Jahren Zeit.
Romi
Mitglied
05.05.2003, 12:24 · #17
Beiträge: 1'323
Der mögliche neue Investor Hofstetter und auch Bickel als Sportchef sind beides kontroverse Figuren. Aus der Distanz ist dies beonders schwer zu beurteilen. Aber ich traue Hotz, als erfahrenem Geschäfts- und Führungsmann, doch zu, dass er Menschen richtig einschätzen kann. Hofstetter soll gerüchteweise Hitzfeld am Kragen gepackt haben, als Hofstetter Präsi von Zug war und Hitzfeld sein Trainer. Hofstetter sagt, bei ihm habe Hitzfeld die nötige Härte gelernt. Wenn Hofstetter beim FCZ einsteigt, müsste er sich dem sanften Hotz unterordnen, glaube nicht, dass dies gut käme. Bickel: Habe schon früher von diesen Spieler-Verträgen gehört, die Bickel ohne Zustimmung und Unterschrift des Vorstands abgeschlossen hat. Das macht ihn auch zwielichtig. Andererseits hat er, zusammen mit Schälli und Chappi, in kurzer Zeit viel erreicht mit YB. Die Berner Fans scheinen Bickel immer noch mehr zu trauen, als der neuen Klubführung. Und wenn Bickel uns Sesa, Henchoz und Gimenez auf den Letzi holt, wen kümmert es wer das bezahlt?
Sascha
Mitglied
05.05.2003, 12:26 · #18
Beiträge: 2'412
Hofstetter Und wenn Bickel uns Sesa, Henchoz und Gimenez auf den Letzi holt, wen kümmert es wer das bezahlt? ..na zum Beispiel mich....den dann sind wir nicht besser als Wil, Lugano und Co. / Ich will einen sauberen transparenten FCZ......
Jerkovic
Mitglied
05.05.2003, 12:28 · #19
Beiträge: 2'822
Und wenn Bickel uns Sesa, Henchoz und Gimenez auf den Letzi holt, wen kümmert es wer das bezahlt? Ich hoffe, das war ein kleines Spässchen von Dir ;-) Jerk
Romi
Mitglied
05.05.2003, 12:52 · #20
Beiträge: 1'323
ja natürlich, es muss schon alles mit rechten Dingen zu und her gehen. Nach dem was ich bis jetzt von Bickel gelesen habe, würde ich ihm sogar ganz besonders auf die Finger schauen respektive ihn gar nicht einstellen. Verträge abzuschliessen ohne benötigte Unterschrift des Vorstandes, ist kein Kavaliersdelikt für einen Sportchef. Dass Bickel Chappi zu YB gebracht hat, war zwar ein riskanter, aber auch ein schlauer Schachzug. Chappi trägt als Identifikationsfigur viel zur "YB macht Freude" Stimmung in Bern bei. Von mir aus kann der FCZ gut auf die dubiosen Bickel und Hofstetter verzichten. Aber Schälli sähe ich trotzdem gerne auf der Trainerbank. Und Sesa, Henchoz und Gimenez sähe ich gerne im Kader, aber nur wenn sie sauber finanziert werden können, durch Investoren, à la Guerrero.
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