Ensis schrieb: «Bei uns scheinen die Spieler leider überdurchschnittlich oft die Bodenhaftung und die Selbsteinschätzung zu verlieren, z.B. Mirlind, Buff, Girgic, Bua, Matthew, Conde etc. Die Liste lässt sich fast beliebig weiterführen. Da lobe ich mir einen Kamberi, der offenbar weiss, was er kann (und was eben nicht).»
Die Liste finde ich wenig überzeugend. Nicht jede gescheiterte Vertragsverhandlung fundiert automatisch darauf, dass der Spieler abgehoben ist. Ich hüte mich auch davor, allen Gerüchten von irgendwelchen Insidern nachzurennen, die sich nicht selten bei Vertragsverhandlungen diametral widersprechen. Es kommt stark darauf an, ob die „Quelle“ spieler- oder vereinsnah ist.
Man sollte sich auch davor hüten beim FCZ die Spieler als gierig abzustempeln, denn die meisten von ihnen haben finanziell bei Weitem nicht ausgesorgt und müssen zu ihren Vorteil verhandeln.
Kryeziu, der fast 9 Jahre hier dem Profikader angehört hat, passt meines Erachtens überhaupt nicht. Abwechselnd höre ich, die Vorstellungen von Kryeziu oder dem FCZ seien eine „Frechheit“ gewesen. Er mag sich verzockt haben, aber ein Kryeziu nahm ich nie als abgehoben war.
Buff war ebenfalls Jahre hier bevor er den Wechsel zu Zaragoza wagte. Das ging in die Hose.
Als ein grosses Talent wie Grgic muss man sein Potential ausschöpfen. Der Schritt zu Stuttgart war naheliegend. Es hat leider nicht gereicht, aber abgehoben wirkte Grgic für mich nie, auch wenn wir damals - vor mehr als 10 Jahren - Schaum vor dem Mund hatten, weil sein Umfeld den Transfer durchgeboxt hatte.
Kevin Bua kam als Talent von Genf und hatte keine Verbindung zu Zürich. Er machte den Abstieg nicht mit. Verständlich. Er war ein gutes Geschäft für den FCZ. Bon voyage.
Keine Ahnung, was Mathew gefordert hatte und was der FCZ geboten hatte. Vielleicht war er zu gierig, vielleicht waren wir zu geizig.
Condé hatte höher dotierte Verträge vorliegen. Er hatte Null Verbindung zum FCZ oder zur Deutschschweiz und wollte weg, da war mir bei allem Verständnis (zuerst war’s ja in’s sprachlich naheliegende Frankreich) auch zu viel Ungeduld dabei.