UEFA CUP SEASON 2006/2007

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züri-latinoMitglied
27.04.2007, 07:45 · #341
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Spanisches Finale zeichnet sich ab 27.04.2007 | 02:08:02 BARCELONA – Werder Bremen dürfte ein rein spanisches Endspiel im Uefa-Cup nicht verhindern können. Bei Espanyol Barcelona verlor der Bundesligist das Halbfinal-Hinspiel deutlich 0:3. In der zweiten Partie gewann Osasuna gegen Titelverteidiger FC Sevilla 1:0. Zwei Kopftore nach stehenden Bällen brachten Werder Bremen in der katalanischen Metropole bis zur 50. Minute mit 0:2 in Rücklage. Verteidiger Moises Hurtado (20.) und Topskorer Walter Pandiani (50.) hatten jeweils ungedeckt einköpfen können. Für den Uruguayer Pandiani war es das zehnte Tor im diesjährigen Wettbewerb. Die wohl entscheidende Szene in diesem Halbfinal-Duell ereignete sich aber erst in der 58. Minute. Werders Torhüter Tim Wiese lief nach einem Steilpass viel zu ungestüm aus dem Tor und foulte Espanyols Stürmer Raul Tamudo weit ausserhalb des Strafraums. Die Rote Karte war für diese Aktion ebenso logische Konsequenz, wie das definitive Absinken des «Werder-Schiffes» in der Folge. In Unterzahl waren die Deutschen bemüht, den Schaden in Grenzen zu halten. Mit Glück ging das bis zur 88. Minute gut, dann schloss der eingewechselte Coro einen tollen Konter mit dem 3:0 ab. Dieses klare Verdikt lässt Werder, das in der Bundesliga Mitte Februar letztmals verlor, für das Rückspiel kaum Hoffnung. Doch immerhin die Geschichte lehrt die Hanseaten, dass noch nicht alles verloren sein muss. Vor 19 Jahren reiste Espanyol Barcelona schon einmal im Uefa-Cup mit einem 3:0-Polster zum Rückspiel nach Deutschland. Damals war es der Final, und der Gegner hiess Bayer Leverkusen. Die Spanier verspielten den gesamten Vorsprung nach der Pause und verloren letztlich im Penaltyschiessen. Espanyol Barcelona - Werder Bremen 3:0 (1:0) Montjuïc. - 40 000 Zuschauer. - SR Ovrebo (No). Tore: 20. Moises Hurtado 1:0. 50. Pandiani 2:0. 87. Coro 3:0. Bemerkung: 58. Rote Karte gegen Wiese (Torhüter Werder Bremen) wegen einer Notbremse. Osasuna - FC Sevilla 1:0 (0:0) Reyno de Navarra. - 19 000 Zuschauer. - SR Braamhaar (Ho). - Tor: 55. Soldado 1:0.
züri-latinoMitglied
04.05.2007, 07:02 · #342
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¡Viva España! 03.05.2007 | 23:18:21 Erstmals seit 1997/98 (Inter Mailand gegen Lazio Rom) und zum insgesamt siebten Mal bestreiten zwei Klubs aus dem gleichen Land den UEFA-Cup-Final. Am 16. Mai treffen in Glasgow Espanyol Barcelona und der Titelverteidiger FC Sevilla aufeinander. Das in 14 Spielen ungeschlagene Espanyol musste nach dem 3:0- Sieg im Hinspiel gegen Werder Bremen nur in der ersten Halbzeit um seine zweite Finalteilnahme nach 1988 zittern. Die ohne ihre vor einer Woche auffälligsten Spieler Walter Pandiani (gesperrt) und Ivan De La Peña (verletzt) angetretenen Spanier gerieten bereits in der 4. Minute in Rückstand. Hugo Almeida lieferte den Startschuss zu Werders 45-minütiger Druckphase. Im Wissen, bereits vier Mal im Europacup ein Defizit von drei Toren im Weserstadion noch wettgemacht zu haben, stürmte der Bundesliga-Dritte Mal für Mal auf Espanyols Tor. Die gelb-rote Karte gegen Miroslav Klose wegen einer Schwalbe ausserhalb des Strafraums (19.) versetzte Werders Bemühungen den entscheidenden Rückschlag. Bis zur Halbzeit erarbeitete sich das Team von Thomas Schaaf noch eine klare optische Überlegenheit und über 65 Prozent Ballbesitz. Gute Chancen blieben aber Mangelware. Den sprichwörtlichen Knockout versetzte Werder ein eigener Spieler. Der für den gesperrten Stammgoalie Tim Wiese eingesetzte «Oldie» Andreas Reinke (38) boxte in der 50. Minute eine an sich harmlose Flanke direkt in die Füsse von Coro, der seinen fünften Treffer im laufenden Wettbewerb ins leere Tor erzielen konnte. Mit dem Kopfballtor von Lacruz (61.) brach dann jeglicher Widerstand der Werderaner. Im rein spanischen Duell glich der FC Sevilla gegen Osasuna den 0:1-Rückstand aus dem Hinspiel acht Minuten vor der Pause aus. Der Brasilianer Luis Fabiano blieb im Strafraum gegen drei Gegenspieler am Ball und krönte die Druckphase des Titelverteidigers mit dem Führungstreffer. In der 53. Minute brachte ein zweiter am Wochenende in der Meisterschaft geschonter Brasilianer den FC Sevilla auf Finalkurs. Renato erreichte mit viel Einsatz eine Flanke und traf Volley zum 2:0. Die Brasil-Fraktion hielt mit ihren Toren die Hoffnungen der Andalusier aufrecht, als vierte Mannschaft im neuen Jahrtausend das Triple (Meistertitel, Cup und UEFA-Cup) zu schaffen. Letztes Team, das den Titel im zweitwichtigsten internationalen Klubwettbewerb verteidigen konnte, war vor 21 Jahren Real Madrid.
züri-latinoMitglied
15.05.2007, 20:59 · #343
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Uefa-Cup: FC Sevilla wie Real Madrid? 15.05.2007 | 21:14:40 GLASGOW – Schreibt der FC Sevilla am Mittwoch Fussball-Geschichte? Mit einem Sieg gegen Espanyol Barcelona würden die Andalusier in Glasgow den Uefa-Cup-Titel erfolgreich verteidigen. Wie Real 1985 und 1986. Der Uefa-Cup-Final 2007 ist eine innerspanische Angelegenheit. Mit Espanyol Barcelona und dem FC Sevilla treffen das torgefährlichste Team und der Titelverteidiger aufeinander. Setzt sich Sevilla gegen Barcelona durch, würde es europäische Geschichte schreiben. Letztmals war es Real Madrid 1985 und 1986 gelungen, den Uefa-Cup zweimal in Serie zu gewinnen. 1960 gewann Real Madrid im Hampden Park den Meistercup-Final mit einem 7:3 gegen Eintracht Frankfurt. Nun will an gleicher Stätte eine weitere iberische Mannschaft Ehre für den spanischen Klubfussball einlegen. Egal, wer gewinnt, die Trophäe bleibt ein weiteres Jahr in spanischer Hand. Sevilla wird von Fachleuten gerühmt, jener europäische Verein zu sein, der am besten einkauft. Seit sechs Jahren sind die Andalusier wieder in der Primera Division, und seither haben sie sich jedes Jahr verstärkt. Vor dem Finalsieg gegen Middlesbrough vor einem Jahr hatte Sevilla seit 1948 keinen Titel mehr geholt. Seither gewannen die Rot-Weissen auch den europäischen Supercup. Sie stehen zum ersten Mal seit 45 Jahren wieder im spanischen Cupfinal, und in der Meisterschaft kämpft die Mannschaft von Erfolgstrainer Juande Ramos zum ersten Mal seit sechs Jahrzehnten wieder um den Titel. In den Gruppenspielen mussten auch die Grasshoppers anerkennen, dass dem FC Sevilla kaum beizukommen war. Gleich 0:4 unterlag die chancenlose Mannschaft von Krassimir Balakov im letzten Herbst im Hardturm. Wie Sevilla steht auch Espanyol zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte in einem Uefa-Cup-Final. 1988 schlugen sie Bayer Leverkusen nach altem Modus im Hinspiel 3:0. Die Katalanen mussten sich den Deutschen jedoch im Rückspiel in Leverkusen ebenfalls 0:3 geschlagen geben und verloren damals das entscheidende Penaltyschiessen mit 2:3. Zum zehnten Mal erst wird der Uefa-Cup-Final dieses Jahr in einem einzigen Spiel auf neutralem Terrain ausgetragen. Seit der Einführung dieses neuen Austragungsmodus gedieh das Endspiel zu einem Torfestival erster Güte. 35 Treffer waren in den bisherigen neun Finals erzielt worden. Das müsste eigentlich für Espanyol sprechen, das den laufenden Wettbewerb bisher als torgefährlichstes Team prägte. In den 14 Spielen (ohne Niederlage) erzielte die Equipe, die stets im Schatten des grossen Nachbarn FC Barcelona steht, 32 Tore. Bezwungen wurden unter anderen Ajax Amsterdam, Benfica Lissabon und Werder Bremen.
züri-latinoMitglied
17.05.2007, 11:21 · #344
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Sevilla gewinnt im Penalty-Schiessen 17.05.2007 | 08:57:46 GLASGOW – Der FC Sevilla gewann den Uefa-Cup zum zweiten Mal in Serie. Die Andalusier siegten im hochklassigen spanischen Final gegen Espanyol Barcelona nach einem 2:2 in der Verlängerung erst im Penaltyschiessen 3:1. Zum Helden stieg Goalie Andres Palop auf. 115 Minuten waren gespielt, die Anhänger Sevillas stimmten bereits ihre Hymnen auf den zweiten europäischen Triumph an. Der Pokal stand griffbereit. 2:1 führte der Favorit dank dem Treffer von Frédéric Kanouté. Seit der gelb-roten Karte gegen Moisé hatte der Titelhalter in Überzahl angegriffen und wähnte sich zu früh in Sicherheit. Nichts deutete mehr auf ein zweites Comeback Espanyols hin, als Jonatas mit einem herrlichen Weitschuss das Drehbuch um ein packendes Kapitel verlängerte. Jonatas Glücksmoment war von kurzer Dauer. Im Penaltyschiessen scheiterte der junge Brasilianer. Die Show gehörte einem anderen: Sevillas Torhüter Palop. Drei Elfmeter wehrte der Keeper ab. Er ist die eigentliche Schlüsselfigur im andalusischen Märchen. Mitte März hatte er im Achtelfinal gegen Schachtjor das «sichere» Out verhindert, als er im letzten Angriff der regulären Spielzeit nach vorne stürmte und per Kopf das 2:2 schoss. Vor allem dank ihm verteidigten die «Biris» als erste Equipe nach Real Madrid (1985/1986) den Uefa-Cup erfolgreich. Ausgerechnet nach einer überzeugenden Startphase geriet Espanyol erstmals in Rücklage, obschon nur zwei Akteure Sevillas involviert waren. Andres Palop erfasste die Gunst der Minute und schleuderte den Ball über die Mittellinie. Der Brasilianer Adriano liess sich auf seiner Sprintstrecke zum ersten Treffer von niemandem mehr stoppen – auch nicht von David Garcia, der mehr verzeifelt als berechnend ins «Niemandsland» grätschte. Vom ersten Vorteil des Favoriten liessen sich die Katalanen überhaupt nicht irritieren. Sie trugen weiterhin einen hochprozentigen Anteil zur vorzüglichen Unterhaltung bei. Nur zehn Minuten benötigte die mit zehn Spaniern in der Startformation angetretene Auswahl für den Ausgleich. Albert Riera veranstaltete auf dem Weg zum 1:1 mit dem (offensiv) hoch gelobten Daniel Alvez im linken Couloir eine Tanzeinlage mit ungleichen Vorzeichen. Bis zum Ausschluss von Moisé stand Espanyol dem ersten Triumph seit der Finalniederlage gegen Leverkusen vor 19 Jahren eher näher. Zweimal begrenzte indes Palop den Schaden. Einen wunderbaren Schuss Rieras lenkte der Keeper Sevillas mit einer brillanten Parade an die Lattenoberkante. In jener Phase bedrängte der Verein aus dem erweiterten Mittelfeld der Primera Division den spanischen Cupfinalisten nonstop. Mit der gelb-roten Karte gegen Moisé (68.) rückte der Schweizer Schiedsrichter Massimo Busacca erstmals in den Brennpunkt der überaus fairen Partie. Der Tessiner schickte den Mittelfeldspieler zu Recht vom Feld. Moisé, bereits früh ein erstes Mal verwarnt, verlor ein Laufduell und entschied sich für die «taktische» Notvariante. Dass Busacca die Umstellung vom beschaulichen Super- League-Alltag auf die Bühne des europäischen Hochgeschwindigkeits- Fussballs ohne geringste Probleme schaffte, spricht für die Qualität des besten Schweizer Referees. Wesentlich umstrittener als der Ausschluss Moisés war indes der Entscheid von Espanyols Coach Ernesto Valverde, bis zur 56. Minute auf Walter Pandiani zu verzichten. Elf Treffer hatte der «Uru» zum Sturm in den Final beigesteuert. Und nun blieben ihm knapp 12 Minuten, um bei ausgeglichenem Personalbestand ein Akzent zu setzen. Ohne Moisé, das war abzusehen, spielte die Defensivabteilung die Hauptrolle, der Angrif um Pandiani war praktisch isoliert – bis zu jenem fantastischen, aber letztlich wertlosen Auftritt von Jonatas. Den Frust des Jahres erlebten rund 400 Anhänger der Katalanen bereits mehrere Stunden vor der bitteren Niederlage im Penaltyschiessen im verregneten Glasgow. Auf dem Flughafen von Barcelona stellten sie fest, dass sie gefälschte Tickets für «erfundene» Charterflüge gebucht hatten. Umbuchungen waren nicht mehr möglich. Espanyol Barcelona - FC Sevilla 2:2 (1:1, 0:1) n.V., 1:3 n. Pen. Hampden Park, Glasgow. - 52 000 Zuschauer (ausverkauft). - SR Busacca (Sz). - Tore: 18. Adriano 0:1. 28. Riera 1:1. 105. Kanouté 1:2. 115. Jonatas 2:2. - Penaltyschiessen: Kanouté 0:1, Luis Garcia scheitert (Palop hält); Dragutinovic 0:2, Pandiani 1:2; Daniel Alves verschiesst, Jonatas scheitert (Palop hält); Puerta 1:3, Torrejón scheitert (Palop hält). Espanyol: Gorka; Zabaleta, Jarque, Torrejón, David Garcia; Rufete (56. Pandiani), Moisés, Riera; De la Peña (87. Jonatas); Luis Garcia, Tamudo (72. Lacruz). FC Sevilla: Palop; Daniel Alves, Navarro, Puerta, Dragutinovic; Poulsen; Marti, Maresca (46. Navas), Adriano (76. Renato); Kanouté, Luis Fabiano (64. Kerschakow). Bemerkungen: Sevilla ohne Escudé (gesperrt). 58. Palop lenkt Schuss von Riera an die Lattenoberkante. 69. Gelb-Rot gegen Moisés (2. Foul). Verwarnungen: 13. Moisés, 62. Luis Fabiano, 82. Kanouté (alle Foul).
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