Und dann wundert sich der FCZ ab der kleinen Menge an Zuschauern. Sorry, aber ich finde dass echt understi Schublade.
So werden wir nie mehr 10'000er Durchschnitt erreichen und das nur weil gewisse Herren einfach nicht ganz richtig ticken.Meine Meinung
-Kinderrabatt
-Jugendlichenrabatt
-Studentenrabatt
-Soldatenrabatt
-Familienrabatt
-AHVrabatt
-ÖV-Benutzerrabatt
give me a break!
Warum führen wir in unserer Gesellschaft nicht einfach einen Normal-sein-Zuschlag ein?
Gerade Rabatte bzw. freie Eintritte für Kinder und Jugendliche bzw. Familien halte ich für extrem wichtig!
Einfach gesagt sind die Kinder die heute an die Spiele gehen, die SK-Gänger von morgen und die Ost-Tribünler von übermorgen.
Man nennt dies "Relationship Marketing" und ist nichts neues. Das wird bereits seit Jahrzehnten schon von Konzernen wie Coca Cola (z.B. Coca Cola Weihnachtstruck) oder McDonalds (z.B. Kindergeburtstag oder Happy Meal) in sehr jungem Alter praktiziert. Und dies extrem erfolgreich.
Die begleiteten Auswärtsreisen halte ich für eine sehr gute Sache diesbezüglich. Allerdings muss der FCZ gerade in der Zürich, wo zwei Fussballvereine um Zuschauer buhlen, aufpassen dass er den Anschluss nicht verliert.
Richtigstellung FCZ:
http://www.fcz.ch/profis/news_detail.htm?id=980
Hoffe mal, dass der FCZ auf eine Richtigstellung im TA drängt. Die vereinzelten Reaktionen in diesem Forum zeigen schon klar, wie wichtig es ist, hier klar zu kommunizieren.
PS. Wie genau wird heute noch von Journis recherchiert?
R
Roger Kundert
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Dabei seit September 2007
07.10.2010, 17:48 · #184
Beiträge: 2'053
Richtigstellung FCZ:
http://www.fcz.ch/profis/news_detail.htm?id=980
Hoffe mal, dass der FCZ auf eine Richtigstellung im TA drängt. Die vereinzelten Reaktionen in diesem Forum zeigen schon klar, wie wichtig es ist, hier klar zu kommunizieren.
PS. Wie genau wird heute noch von Journis recherchiert?
Habe diesen Artikel auch gelesen und mein erster Gedanke war, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass der FCZ so kinderunfreundlich sein soll, beziehe ich doch regelmässig am Ticketcorner Family-Tix oder genug früh auch an der Tageskasse. Dass es wegen Missbrauchs nicht mehr über print@home funktioniert, ist allerdings sehr sehr schade. Da ich nicht alle Spiele besuchen kann, macht momentan auch kein Abo Sinn.
Bin schwer enttäuscht über so einen schlecht wiedergegebenen Artikel im TA und würde mir an Stelle des FCZ wohl überlegen wie yellow bemerkt, eine Richtigstellung im TA gedruckt zu bekommen. Unsere Kinder, die Kurve von morgen, die Osttribüne von übermorgen und die Westtribüne von überübermorgen.
1
11freunde
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07.10.2010, 19:31 · #185
Beiträge: 607
Scheiss tagesanzeiger! Tamedia mit ihren googlejournalisten soll zum teufel gehen!
I
Inishmore
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Dabei seit Mai 2004
08.10.2010, 09:22 · #186
Beiträge: 1'290
Herrlich! Dieser Thread ist die perfekte Wiedergabe unser heutigen Zeit. Zuerst steht in irgendeinem Blättchen der FCZ wolle keine Kinder im Stadio. Sofort stürzen sich die eigenen Fans, wie die wilden Hunde auf den eigenen Verein finden das eine Frechheit und befürchten, dass am Ende sogar das Pack familienfreundlicher sein könnte. Kaum stellt der FCZ die fragwürdige Berichterstattung richtig, stürzen sich die nächsten auf ihr Opfer, jetzt einfach auf das Provinzblättchen. Das einzig wirklich Traurige an dem ganzen, ist dass es sich bei besagtem Provinzblättchen um eine einst stolze Zeitung handelt, die für sich in Anspruch nahm informativen und hochwertigen Journalismus zu betreiben.
H
Heinz_Durrer
Mitglied
935 Beiträge
Dabei seit April 2006
08.10.2010, 09:41 · #187
Beiträge: 935
Herrlich! Dieser Thread ist die perfekte Wiedergabe unser heutigen Zeit. Zuerst steht in irgendeinem Blättchen der FCZ wolle keine Kinder im Stadio. Sofort stürzen sich die eigenen Fans, wie die wilden Hunde auf den eigenen Verein finden das eine Frechheit und befürchten, dass am Ende sogar das Pack familienfreundlicher sein könnte. Kaum stellt der FCZ die fragwürdige Berichterstattung richtig, stürzen sich die nächsten auf ihr Opfer, jetzt einfach auf das Provinzblättchen. Das einzig wirklich Traurige an dem ganzen, ist dass es sich bei besagtem Provinzblättchen um eine einst stolze Zeitung handelt, die für sich in Anspruch nahm informativen und hochwertigen Journalismus zu betreiben.
schön geschrieben. Hauptsache nichts hinterfragen. Die Wahrheit liegt wohl auch hier leider, wie so oft, irgendwo dazwischen.
Y
yellow
Mitglied
6'690 Beiträge
Dabei seit Oktober 2002
08.10.2010, 14:39 · #188
Beiträge: 6'690
Herrlich! Dieser Thread ist die perfekte Wiedergabe unser heutigen Zeit. Zuerst steht in irgendeinem Blättchen der FCZ wolle keine Kinder im Stadio. Sofort stürzen sich die eigenen Fans, wie die wilden Hunde auf den eigenen Verein finden das eine Frechheit und befürchten, dass am Ende sogar das Pack familienfreundlicher sein könnte. Kaum stellt der FCZ die fragwürdige Berichterstattung richtig, stürzen sich die nächsten auf ihr Opfer, jetzt einfach auf das Provinzblättchen. Das einzig wirklich Traurige an dem ganzen, ist dass es sich bei besagtem Provinzblättchen um eine einst stolze Zeitung handelt, die für sich in Anspruch nahm informativen und hochwertigen Journalismus zu betreiben.
Und worin unterscheidet sich die Quintessenz in deinem Posting von der in meinem? Lies mal meinen Schlusssatz.
C
chaquetillas
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64 Beiträge
Dabei seit Januar 2008
08.10.2010, 17:45 · #189
Beiträge: 64
Hier noch der ganze Artikel des Argentiniers im heutigen Print-Tagi:
Klassenkampf Wie ein Argentinier das Zürcher Fussballderby erlebte. Von Ariel Magnus
Die Revolution aus der Kurve
Zwei philosophische Probleme bereiteten mir Sorgen vor dem Spiel. Erstens, was ich anziehen sollte, denn die Eleganz dieser Stadt konnte unmöglich nicht auch im Stadion bewahrt werden. Und zweitens, für welchen Klub ich sein wollte, da ich von beiden fast nichts wusste.
Das erste Rätsel löste sich von selbst: Das Klima war sommerlich, und ich habe fast nur Winterklamotten aus Argentinien mitgebracht, also blieb mir keine Wahl. Die zweite Frage schien sich auch von selbst zu erschliessen, denn im Tram waren nur Fans mit weiss-blauen Schals und Trikots – jene Farben, denen ich als Argentinier verpflichtet bin.
Erst im Stadion erfuhr ich, dass beide Mannschaften dieselben Farben hatten. Ich liess es mir zweimal sagen, bevor ich es glaubte. Und wie wissen sie bitteschön, wen sie während der Krawalle zusammenschlagen müssen? Danach merkte ich, dass beide sogar dieselben Fahnen hatten, womit der Lebenssinn jedes Hooligans – die Fahne der gegnerischen Hooligans zu klauen – futsch war. Dazu kam, dass beide Rivalen dasselbe Stadion teilen. Das war ein Kampf zwischen Brüdern, zwischen Zwillingen sogar, ein echter Bürgerkrieg. So macht Fussball Spass!
Hooligans aus Langeweile
Meine kriegerischen Vorstellungen kamen vielleicht daher, dass ich mehr Furcht vor europäischen Hooligans als vor südamerikanischen habe, denn die hiesigen werden aus unerkennbaren Gründen gewalttätig, es sind Hooligans aus Langeweile, aus Übergemütlichkeit, während unsere Hooligans aus Armut, Marginalität und Perspektivlosigkeit sind – die Schläge oder Stiche sind genauso gefährlich, aber zumindest nachvollziehbarer.
Ich war in der Kurve der Grasshoppers platziert. Von dem Fan nebenan erfuhr ich, dass die drüben ursprünglich die Arbeitermannschaft waren, wir die der gehobenen Klasse. Und in der Tat, manche Männer und Frauen waren wie für die Disco gekleidet. Als schlecht angezogener Intellektueller mit sozialem Gewissen konnte ich den von der Sonne beschienenen Teil des Stadions – damit sich die Adligen bräunen können, während die Arbeiter frieren – nicht richtig geniessen.
Noch vor dem Spiel zeigte die Südkurve eine geheimnisvolle Fahne. «D’Zukunft isch nonig gschriebe», hiess es in erstaunlich verstehbarem Nichtdeutsch (was machen die Schweizer mit den Buchstaben, die sie beim Sprechen und Schreiben sparen? Stecken Sie es in die Bank, um das Sprachvermögen ihrer Kinder zu vermehren?) Das Axiom versetzte mich in tiefsinnige Gedanken – eine Aktivität, die ich im Stadion für verboten hielt. War das etwa Teil eines Psychokriegs? Die Verwirrung wurde noch grösser, als man die Fahne herunternahm und eine zweite darunter zu sehen war, die ich gar nicht verstand, also viel philosophischer wirkte. Gleichzeitig formten die Fans mit bunten Kartons eine Figur über die Tribüne hinweg. Mensch, waren die organisiert. Das sind keine Arbeiter, das ist eine wahre Arbeiterbewegung!
Rhythmen wie in der Heimat
Mit dem ersten Tor zündeten sie die ersten Leuchtraketen, die ich auf dieser Seite vermisste. Und als der Stadionmoderator darum bat, sie zu löschen, zündeten sie gleich noch fünf. Das waren meine Jungs! Ausserdem sprangen und sangen sie deutlich lauter, und zwar nach Rhythmen, die mir aus Argentinien bekannt vorkamen.
Das Entscheidende kam aber nach der Pause, als jemand da drüben ein Schild hochhielt: «Para Dox». Eine gut organisierte, philosophisch aufgeklärte Arbeiterbewegung. War es nicht gerade dies, was Marx wollte, um eine Revolution anzufangen? Und zwar nicht in einem armen Land, wie es dann geschah, sondern in einem reichen. Ob das etwa die ungeschriebene Zukunft war, das bevorstehende Paradoxon?
Ich bin im Land des Che geboren. Ich bin der Sache verpflichtet. Am 24. Oktober, beim nächsten Derby, gehe ich in die Südkurve. Diesmal haben wir nur ein Spiel gewonnen. In drei Wochen wird es ernst.
Wältklass!!!
Hasta la victoria, siempre!!!! HAHAHA