Cillo ist das Problem!

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Hanuuu
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13.03., 14:24 · #41
Beiträge: 320
Mostowoj schrieb:
Lennard schrieb: «Ist das mit Cisullo und Matter eine ernste Geschichte? Wenn ja, dann wäre ich gespannt zu sehen, wie all die Fans, die sich in der letzten Zeit „nicht mehr mit dem FCZ identifizieren konnten“, reagieren werden. Der FCZ als SVP-Club?»
Was ist ein "SVP-Club" bzw. wie kommst du darauf? Waren in deinen Augen die ZSC-Lions (unter Walter Frey) auch ein "SVP-Club"?
Verstehe ich auch nicht. Schlussendlich war dazumals beim ZSC Walti der Retter des Clubs vor der Pleite und die Tatsache dass er SVPler ist nur in den ersten paar Wochen ein paar Schlagzeilen wert. Ich würde einen neuen Präsi wie Walti oder jetzt Walti Junior beim ZSC bei uns beim FCZ sehr begrüssen. Mir eigentlich sowas von sch.... egal zu welcher Partei er gehört. Lieber ein SVPler als irgendwelche Chinesen, Amis oder sonstige ominöse Investoren.
Lennard
Mitglied
13.03., 14:43 · #42
Beiträge: 196
Mostowoj schrieb:
Lennard schrieb: «Ist das mit Cisullo und Matter eine ernste Geschichte? Wenn ja, dann wäre ich gespannt zu sehen, wie all die Fans, die sich in der letzten Zeit „nicht mehr mit dem FCZ identifizieren konnten“, reagieren werden. Der FCZ als SVP-Club?»
Was ist ein "SVP-Club" bzw. wie kommst du darauf? Waren in deinen Augen die ZSC-Lions (unter Walter Frey) auch ein "SVP-Club"?
Ich muss zugeben, dass die Frage ein wenig provokativ gemeint war. Zum Glück ordnet man in der Schweiz die Sportvereine nicht der politischen Überzeugung der Eigentümer zu. Ich würde die ZSC Lions jedenfalls nicht wegen Walter Frey als „SVP-Club“ bezeichnen. Dennoch ist Eishockey eine andere Nummer als Fussball. Im Fussball gibt es nun mal historisch gewachsene Zuordnungen zu sozialen, politischen, ethnischen oder beruflichen Gruppen. Oft wird es als Branding verwendet und für die Identitätsbildung herangezogen. Beispiele: die „Knappen“ (Schalke 04), diverse „Arbeitervereine“ wie z.B. St. Pauli, diverse „Bonzenvereine“, die „Eisernen“, dann Atleti Bilbao als „Baskenclub“, oder der Gegensatz zwischen Celtic und Rangers in Glasgow usw. In Zürich war GC lange der Club der „Wirtschaft“, der Zünfter und des Zürcher Freisinns. Der FCZ war „Arbeiterclub“ und als solcher immer ein wenig „offen für alle“. Wie würde es sich auswirken, wenn ein Politiker das Steuer übernehmen würde? Thomas Matter hat sich öffentlich beschwert, dass der FCZ „Nichtschweizer“ (gemeint diejenigen mit anderer Hautfarbe, fremdländischen Namen, Religion usw) den „richtigen Schweizern“ bevorzuge. Vielleicht hatte er recht und dies ist tatsächlich so. Dies muss daher nichts bedeuten und man kann das auch gut ausklammern. Es kann einem egal sein, wer Präsident ist, wenn der Club guten Fussball spielt. Aber wenn ich sehe, wie viele sich (auch hier im Forum) in den letzten Jahren über den „Verlust der Identität“ beim FCZ beklagt haben, weil es Veränderungen oder gewisse Transfers gab, dann stelle ich mir schon gewisse Fragen. Würde es wegen Matter als Eigentümer Aufruhr geben? Wegen Mendy (der nicht verurteilt war) hat man die „Werte“ des FCZ als ganzes hinterfragt. Viele hatten Panik, dass der FCZ in den Händen eines „schmierigen Spielervermittlers“ landen oder eine weiterer „Dosenclub“ werden könnte. Und das wurde auch sehr heftig ausgedrückt. Aber vielleicht liege da völlig falsch und mache mir unnötig Sorgen.
LA
Mitglied
12.04., 16:39 · #43
Beiträge: 404
Ich habe das Gefühl von „es läuft alles gleichzeitig schief und niemand sagt klar, was Sache ist“ 🔵 Situation beim FC Zürich 1. Führung & Kommunikation Die Kritik an Ancillo Canepa (Cillo) ist nicht neu – aber sie wirkt jetzt deutlich zugespitzter. Wenn wichtige Figuren wie Miloš Malenović gehen (oder gegangen werden) und danach keine klare Linie sichtbar ist, entsteht genau dieses Vakuum: • Keine transparente Strategie • Kaum öffentliche Einordnung der Entscheidungen • Führungspersonen tauchen medial ab Und das ist in so einer Phase Gift – gerade für Fans, Sponsoren und Saisonkartenkäufer. ⸻ 2. Sportliche Entwicklung Du beschreibst eigentlich ein klassisches Symptom von Chaos im Hintergrund: • Junge Spieler bekommen keine konstante Rolle • Ständige Wechsel - keine Struktur auf dem Platz • Einzelbeispiele wie David Vujevic, Stork, Volken, Stiel etc. verstärken das Gefühl von „keine klare Idee“ Und der Punkt ist zentral: Mit Minimalbudget europäische Ziele erzwingen zu wollen, wirkt aktuell unrealistisch. Das Problem ist nicht nur das Resultat sondern dass die Strategie dahinter nicht nachvollziehbar ist. ⸻ 3. Finanzen & Sponsoring Der fehlende Trikotsponsor ist ein starkes Signal nach außen. In einer Liga wie der Swiss Super League sollte das eigentlich lösbar sein. Wenn selbst kurzfristige Lösungen nicht zustande kommen, wirkt das auf Partner wie: • Unsicherheit im Club • Fehlende Attraktivität / Klarheit • Zu hohe Preisvorstellungen (von Canepa) Und genau da schliesst sich der Kreis wieder zur Führung. ⸻ Rolle der Südkurve Die Südkurve Zürich ist in so einer Situation ein echter Faktor und entscheidend. • Sie hat bereits Einfluss genommen (z. B. bei Malenović) • Sie kann Druck erzeugen – öffentlich und intern • Ein klares Statement könnte die Richtung mitbestimmen Aber: Auch Fan-Druck ersetzt keine funktionierende Führung. Er kann Dinge beschleunigen – aber nicht stabilisieren. ⸻ Was jetzt entscheidend wäre Wenn man es nüchtern runterbricht, bräuchte der FCZ gerade: 1. Klare Kommunikation (sofort) • Wo steht der Club wirklich? • Was sind die realistischen Ziele? • Wie sieht der Plan für die nächsten 12–24 Monate aus? 2. Glaubwürdige sportliche Linie • Wen fördert man? • Welche Philosophie gilt? • Wer trägt Verantwortung? 3. Realismus statt Prestige • Budget - Ziel müssen zusammenpassen • Lieber stabil Top 6 als unrealistisch Europa erzwingen ⸻ Und ganz ehrlich… Mein Frust ist nicht überzogen der kommt genau daher, dass zu viele Baustellen gleichzeitig offen sind und niemand sie sauber erklärt. Das Gefährlichste ist jetzt nicht mal die sportliche Krise, sondern: -Vertrauensverlust bei Fans und Umfeld Wenn der kippt, wird’s richtig schwer.
Paxton
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12.04., 17:51 · #44
Beiträge: 2
LA schrieb: «Ich habe das Gefühl von „es läuft alles gleichzeitig schief und niemand sagt klar, was Sache ist“ 🔵 Situation beim FC Zürich 1. Führung & Kommunikation Die Kritik an Ancillo Canepa (Cillo) ist nicht neu – aber sie wirkt jetzt deutlich zugespitzter. Wenn wichtige Figuren wie Miloš Malenović gehen (oder gegangen werden) und danach keine klare Linie sichtbar ist, entsteht genau dieses Vakuum: • Keine transparente Strategie • Kaum öffentliche Einordnung der Entscheidungen • Führungspersonen tauchen medial ab Und das ist in so einer Phase Gift – gerade für Fans, Sponsoren und Saisonkartenkäufer. ⸻ 2. Sportliche Entwicklung Du beschreibst eigentlich ein klassisches Symptom von Chaos im Hintergrund: • Junge Spieler bekommen keine konstante Rolle • Ständige Wechsel - keine Struktur auf dem Platz • Einzelbeispiele wie David Vujevic, Stork, Volken, Stiel etc. verstärken das Gefühl von „keine klare Idee“ Und der Punkt ist zentral: Mit Minimalbudget europäische Ziele erzwingen zu wollen, wirkt aktuell unrealistisch. Das Problem ist nicht nur das Resultat sondern dass die Strategie dahinter nicht nachvollziehbar ist. ⸻ 3. Finanzen & Sponsoring Der fehlende Trikotsponsor ist ein starkes Signal nach außen. In einer Liga wie der Swiss Super League sollte das eigentlich lösbar sein. Wenn selbst kurzfristige Lösungen nicht zustande kommen, wirkt das auf Partner wie: • Unsicherheit im Club • Fehlende Attraktivität / Klarheit • Zu hohe Preisvorstellungen (von Canepa) Und genau da schliesst sich der Kreis wieder zur Führung. ⸻ Rolle der Südkurve Die Südkurve Zürich ist in so einer Situation ein echter Faktor und entscheidend. • Sie hat bereits Einfluss genommen (z. B. bei Malenović) • Sie kann Druck erzeugen – öffentlich und intern • Ein klares Statement könnte die Richtung mitbestimmen Aber: Auch Fan-Druck ersetzt keine funktionierende Führung. Er kann Dinge beschleunigen – aber nicht stabilisieren. ⸻ Was jetzt entscheidend wäre Wenn man es nüchtern runterbricht, bräuchte der FCZ gerade: 1. Klare Kommunikation (sofort) • Wo steht der Club wirklich? • Was sind die realistischen Ziele? • Wie sieht der Plan für die nächsten 12–24 Monate aus? 2. Glaubwürdige sportliche Linie • Wen fördert man? • Welche Philosophie gilt? • Wer trägt Verantwortung? 3. Realismus statt Prestige • Budget - Ziel müssen zusammenpassen • Lieber stabil Top 6 als unrealistisch Europa erzwingen ⸻ Und ganz ehrlich… Mein Frust ist nicht überzogen der kommt genau daher, dass zu viele Baustellen gleichzeitig offen sind und niemand sie sauber erklärt. Das Gefährlichste ist jetzt nicht mal die sportliche Krise, sondern: -Vertrauensverlust bei Fans und Umfeld Wenn der kippt, wird’s richtig schwer.»
Ich weiss nicht, ob es nur mir so geht aber es ist sicherlich nicht im Sinne des Forums, dass hier unbearbeitete AI-Antworten landen. Es sollen sich hier Fans austauschen. Was Chat-GPT oder Gemini zu sagen haben ist mir eigentlich ziemlich schnuppe.
laberspace
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12.04., 18:31 · #45
Beiträge: 1'390
Hanuuu schrieb: «Was wäre, wenn wir nun unter Top 3 wären, würde es diese Diskussion auch geben? Ich bin der Meinung nur dank den Canepas tümpeln wir aktuell nicht in irgend einer der unteren Liga herum. Die Zuschauerzahlen wären ansonsten wohl noch unter dem Niveau von den Hoppers und die SK hätte sich schon lange wieder aufgelöst oder es wäre alles andere als lässig dort mitzumachen.»
Auch wenn mich alle jetzt abschlachten werden: Die SK (und gewisse Gruppierungen, die sich mit ihr identifizieren) ist/sind Teil des Problems, nicht der Lösung.
LA
Mitglied
12.04., 18:35 · #46
Beiträge: 404
Bin in ch ganz bei Dir? Genau richtig auf den Punkt gebracht
pescu93
Mitglied
12.04., 18:41 · #47
Beiträge: 7
Wenn und aber, hätten wir, wie wenn was , wer ist Schuld? Bringt doch im Moment überhaupt nichts, was wir jetzt brauchen sind mutige Entscheidungen der Clubführung. Das es so mit Hediger nicht weitergehen kann sollte mittlerweile allen klar sein. Klar hat die SK eine gewisse Macht aber entscheiden muss AC.
LA
Mitglied
26.04., 12:07 · #48
Beiträge: 404
MVG, Milos, Dennis, Johan, Dean sie alle waren aus der Sicht des Managements das Problem. Man hat sich getrennt und die Situation spitzt sich sogar noch mehr zu. Cillo hat sich in den letzten Wochen zweimal gezeigt und geäussert. Beim Foto mit Koller und schriftlich beim Gegenwind zur Verpflichtung. Sensationell seine Arbeit. Grosses Bravo! Ich bleibe dabei, der Fisch stinkt vom Kopf! Cillo ist und bleibt das Kernproblem.
Zhyrus
Mitglied
26.04., 17:33 · #49
Beiträge: 15'713
Malenovic war Teil des Management und ist einer der Hauptschuldigen für die Kacke, die wir heute durchleben. Sportlich steht er für den Niedergang einer gut durchschnittlichen SL Mannschaft zu dem Hühnerhaufen, den wir heute haben. Sorry, als Sportchef hat er komplett versagt. Die einzigen Argumente für ihn waren irgendwelche Versprechungen in ferner Zukunft. Er ist ein Blender, der Alles mit dem Arsch einriss, grosse Töne spuckte, aber im Profibereich nichts geschissen kriegte. Über zwei Jahre Gezänk, Misstöne, Nebenschauplätze, und eine Mannschaft, die immer abstruser zusammengesetzt war. Auch wenn ich ehrlich gesagt, die hier viel beschworene Professionalisierung im Juniorenbereich wirklich zu wenig beurteilen kann, fehlt mir der Glaube, dass dort eine „echte“ Leistungskultur etabliert wurde, während man im Profibereich Mendys an Seguras gereiht hat. Canepa war einst angetreten, um den Verein breiter abzustützen und selbst tragend zu gestalten. Er merkt nun bei der Übergabe, dass ihm das gelinde gesagt nicht gelungen ist. Im Gegenteil durch seine Dominanz und seinen Machtanspruch hat er den FCZ isoliert und an seine Person gebunden. Man kann nun trefflich darüber streiten, ob diese Abhängigkeit schlicht die beschissene Realität des Schweizer Fussballs, insbesondere in der Stadt Zürich, wiedergibt und wie viel Canepas Stursinn beigetragen hat. Beide Seiten haben überzeugende Argumente, wie ich finde. Und, so steuern wir auf das Finale der Ära Canepa zu. Eine Ära, die uns viele Titel bescherte, die aber auch den Verein in eine ungewisse Zukunft entlässt. Je mehr stellt sich die Frage, ob sich in der Stadt Zürich professioneller Fussball mit kostspieliger Akademie umsetzen lässt. Die Erlöse sind beim FCZ längst eingebrochen und fussen mittlerweile eher auf Talente die woanders gescheitert sind (Gnonto, Markelo). Wenn Canepa den FC Zürich zu einem stabilen, gut wirtschaftenden Verein mit breiter Sponsorenabdeckung führen wollte, hat er versagt - richtig verkackt, wie man im Ruhrpott zu sagen pflegt. Seinen jahrelangen Alleingang kann man auch nicht Malenovic oder irgendwem sonst anlasten, den hat er selbst gewählt. Auf der anderen Seite, wenn Canepa am Ende bloss den Einstieg chinesischer oder amerikanischer Investoren um 20 Jahre verzögert hat, fuck it, es war es wert!
Einbeiner
Mitglied
03.05., 13:12 · #50
Beiträge: 210
Lamberti gehört wie Malenovic vom Hof gejagt. Zwar ist er nicht ganz so dumm wie Letzterer und präsentiert sich nicht mit grosser Klappe an einer hauseigenen PK, aber er scheint genau gleich viel Einfluss zu nehmen, installiert all seine Schäfchen und beeinflusst Trainer sowie Aufstellung. Wann können wir uns endlich von diesen Spielerberater-Geschwüren erlösen und wenigstens noch ein letztes Mal in der Amtszeit von Canepa einen Sportchef holen, der diesen Namen verdient? Jurendic wäre frei, Meistersportchef aus dem Jahr 2022, mit Bundesliga-Erfahrung. Und dieser Mangeratti; was macht der bei uns eigentlich genau?
Den modernen Fussballfan zeichnen heutzutage zwei Dinge aus: Er ist rückgratlos und dumm.
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