bye byw Hardturm

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BartMitglied
31.08.2007, 21:49 · #1
Beiträge: 213
Am Samstag ist es soweit. Im Hardturm findet das letzte Spiel statt. Ob dort wieder ein neues Fussball-Stadion gebaut wird ist fraglich. Heute auch noch ein guter Rückblick im Tag: 31. August 2007, 22:31 – Von Niels Walter Der traurige und einsame Tod des Zürcher Hardturmstadions Im Hardturm gehen die Lichter aus. Das Stadion hatte mit GC zu Lebzeiten den falschen Klub und die falschen Fans. Ein Nachruf. Der Hardturm hatte es eigentlich gut. Er war das Heimstadion des erfolgreichsten Fussballklubs der Schweiz, des Grasshopper-Clubs Zürich. Lange Tradition, 45 Titel. Grosse Namen haben auf dem Rasen und der Trainerbank des Hardturms gearbeitet. Trotzdem: Der Hardturm wurde nie zu einer Kultstätte des Fussballs. Zu reich und zu nüchtern war dafür sein Klub, zu fade dessen Fans, zu wenig fussballbegeistert die Stadt. Der erste Hardturm — er wurde am 28. April 1929 eröffnet — war zu grossen Teilen aus Dreck gebaut. Aus der ganzen Stadt wurde tonnenweise Erde auf den Hardturm gekarrt und auf drei Seiten des neuen GC-Fussballfeldes zu Stehrampen angehäuft. Nur gerade auf einer Längsseite des Rasens wurde eine überdachte Tribüne gebaut. Das war die «grosszügig, monumental wirkende Anlage, mit der Zürich von einem Tag auf den andern um eine Sehenswürdigkeit reicher geworden ist, die ihresgleichen die Schweiz bisher nicht besass», wie die NZZ damals schwärmte. Der Ruf des Bonzenklubs Der Hardturm war eine profane, aber reine Fussballarena, wo die Zuschauer nah am Spielfeldrand standen. Die Erd-rampen boten Platz für 25 000 Personen, die Tribüne hatte 2400 Sitzplätze, zwei Reihen davon waren für die Pressevertreter reserviert; verstellbare Pulte sollten ihnen laut damaligem Zeitungsbericht «ihre Arbeit für die Sportpropaganda erleichtern». Das erste Spiel im Hardturm verlor GC gegen die italienische Squadra der Union Sportiva Alessandria mit 1:3. Ab 1931 sammelten die Grasshoppers Titel um Titel und besiegten manch grosse europäische Mannschaft. 1956 fand im Hardturm das erste Länderspiel der Schweizer Nationalmannschaft bei Flutlicht statt. Das letzte denkwürdige Länderspiel war im November 1993, als die Schweiz sich mit einem 4:0 gegen Estland für die WM 1994 in den USA qualifizierte. Im Gegensatz zum Erzrivalen FC Zürich vom Letzigrund hatte GC mit dem Hardturm ein reines Fussballstadion, also nicht noch eine störende Laufbahn für Leichtathleten, die Publikum und Fussballer auf Distanz hält. Doch GC war nie nur Fussball, GC war immer auch Rudern, Hockey, Handball, Tennis und andere Disziplinen, der grösste polysportive Klub der Schweiz. Und an GC haftet seit langem das Image des Nobelvereins. Reiche Herren, Bankiers und Unternehmer hatten das Sagen und brachten Geld in den Klub, aber keine Stimmung ins Stadion. Auch wenn der FCZ und der FC Basel heute die grösseren Budgets haben als der Grasshopper-Club, den Ruf des unterkühlten Bonzenklubs ist GC nie losgeworden. Spiele im Hardturm waren immer dann ein Genuss, wenn Basler, St. Galler oder FCZ-Fans Stimmung machten. Nicht einmal in seinen erfolgreichsten Jahren konnte GC die Stadt elektrisieren und die Massen mobilisieren, wie dies andere Klubs in der Schweiz schaffen. Letzte Saison kamen durchschnittlich 6900 Personen zu den GC-Spielen auf den Hardturm, nur bei den Kleinklubs Aarau, Thun und Schaffhausen waren es noch weniger. Früher galten die GC-Fans als erfolgsverwöhnt und satt, heute macht die zusammengeschrumpfte Fankurve mehr mit einfallslosen Schlachtrufen als originellen Choreografien auf sich aufmerksam. Heute: Leichenfledderei Falls Zürichs Herz überhaupt ein bisschen für Fussball schlägt, dann eher für den FCZ. Jahrelanges Leiden in der Erfolglosigkeit, Fussball in einem Leichtathletikstadion (Letzigrund), Millionen von ein und demselben Bau- und Immobilienunternehmer (Sven Hotz) — das feuerte die Herzen der Fans anscheinend immer noch mehr an, schaffte mehr Identität als der Hochglanz der Hoppers — der in den letzten Jahren ziemlich verblasst ist. Der Hardturm ist keine Schönheit. Stück für Stück wurde er immer wieder ausgebaut und neu gebaut — auch wegen zweier nie geklärter Grossbrände 1934 und 1968. Diese Feuersbrünste äscherten die Haupttribüne jeweils bis auf die Grundmauern ein. Mitte der 80er-Jahre wurde das Stadion letztmals erneuert. Heute Abend findet das letzte Fussballspiel im Hardturm statt. Zur Abdankung spielen GC und Xamax. Ehemalige Grössen des Grasshopper-Club erweisen dem Stadion die letzte Ehre, die Fans dürfen nach dem Schlusspfiff die Leiche nach Belieben sezieren, alles mit nach Hause nehmen, was nicht niet- und nagelfest ist. Das Stadion wird dann verriegelt und einsam und allein dastehen — solange, bis ein neues Stadion gebaut wird. Und das kann noch lange dauern. Den guten, alten Hardturm wird das nicht kümmern. Seinen letzten echten Höhepunkt hatte er im Frühling ohne die Grasshoppers — die Meisterfeier des FC Zürich. http://www.tagi.ch/dyn/news/zuerich/786307.html
Lion KingMitglied
31.08.2007, 21:56 · #2
Beiträge: 23
einen guten Bericht nennst du das? Ich würde es eher einen Bericht eines FCZ-Anhängers nennen der es noch nicht akzeptieren kann dass der FCZ auf bestem Weg dazu ist zum Bonzenclub zu werden ("Bayern München der Schweiz", Zitat Canepa)
ZH_LifestyleMitglied
01.09.2007, 08:40 · #3
Beiträge: 40
NZZ Artikel vom Dienstag gelesen?? DAS ist ein guter Artikel... Und ja, Bonzeclub läbt ewigs, kännsch?
SpeedsterMitglied
01.09.2007, 09:27 · #4
Beiträge: 172
Huuu - da scheint jemand aber böse Minderwertigkeitskomplexe zu haben... Nils nils nils... Nicht Deine Probleme auf andere projezieren... Schade - fand den Tagi eigentlich mal gut... Aber es scheint als wäre die NZZ als einzige Stadtzürcher Zeitung zum investigativen Journalismus befähigt... Da stellt sich mir schon die Frage, wie der TA in anderen Bereichen recherchiert... Weil, mit diesem Artikel verliert er ganz objektiv gesehen extrem viel an Glaubwürdigkeit... Die Bekanntgabe persönlicher Ansichten erfolgt in einem gut strukturierten Printmedium eigentlich in einer eigens dafür vorgesehenen Rubrik, dem sogenannten Kommentar... Der Bericht ist ein Mix von falscher Recherche mit persönlicher Antipathie... Ein literarisches Frustfoul sozusagen... Der TA scheint heute den einen oder anderen Leser verloren zu haben...
captain tsubasaMitglied
01.09.2007, 11:17 · #5
Beiträge: 945
Huuu - da scheint jemand aber böse Minderwertigkeitskomplexe zu haben... Nils nils nils... Nicht Deine Probleme auf andere projezieren... Schade - fand den Tagi eigentlich mal gut... Aber es scheint als wäre die NZZ als einzige Stadtzürcher Zeitung zum investigativen Journalismus befähigt... Da stellt sich mir schon die Frage, wie der TA in anderen Bereichen recherchiert... Weil, mit diesem Artikel verliert er ganz objektiv gesehen extrem viel an Glaubwürdigkeit... Die Bekanntgabe persönlicher Ansichten erfolgt in einem gut strukturierten Printmedium eigentlich in einer eigens dafür vorgesehenen Rubrik, dem sogenannten Kommentar... Der Bericht ist ein Mix von falscher Recherche mit persönlicher Antipathie... Ein literarisches Frustfoul sozusagen... Der TA scheint heute den einen oder anderen Leser verloren zu haben... der tagi hat unterdessen dem blick den rang als verantwortungsloseste boulevard zeitung abgelaufen!
babaMitglied
01.09.2007, 11:50 · #6
Beiträge: 592
Huuu - da scheint jemand aber böse Minderwertigkeitskomplexe zu haben... Nils nils nils... Nicht Deine Probleme auf andere projezieren... Schade - fand den Tagi eigentlich mal gut... Aber es scheint als wäre die NZZ als einzige Stadtzürcher Zeitung zum investigativen Journalismus befähigt... Da stellt sich mir schon die Frage, wie der TA in anderen Bereichen recherchiert... Weil, mit diesem Artikel verliert er ganz objektiv gesehen extrem viel an Glaubwürdigkeit... Die Bekanntgabe persönlicher Ansichten erfolgt in einem gut strukturierten Printmedium eigentlich in einer eigens dafür vorgesehenen Rubrik, dem sogenannten Kommentar... Der Bericht ist ein Mix von falscher Recherche mit persönlicher Antipathie... Ein literarisches Frustfoul sozusagen... Der TA scheint heute den einen oder anderen Leser verloren zu haben... der tagi hat unterdessen dem blick den rang als verantwortungsloseste boulevard zeitung abgelaufen! Also übertreiben müssen wir ja nicht. Aber das der Tagi noch nie sehr Hoppers feundlich war und sympathien zum FCZ hat, war auch schon vor diesem Artikel bekannt und überascht mich in dem Sinn nicht. Auch wenn diferenzierter Journalismus anders ausieht.
radiobembaMitglied
01.09.2007, 16:25 · #7
Beiträge: 171
heute abend verliert die schweiz, und insbesondere zürich, ein stück fussballgeschichte. und das sage ich als fcb-fan. wundervolle fussball-feste hab ich dort drin erlebt, völlig egal wie das spiel ausgegangen ist. hautnah am spielfeldrand. von aussen zwar wahnsinnig hässlich, innen aber das mit abstand geilste away-stadion der schweiz. sehr schade.
ZemoMitglied
01.09.2007, 20:09 · #8
Beiträge: 186
gut das die bruchbude ht endlich abgerissen wird und wir zu unserem letzi zurück können. Den tagi artikel finde ich aber schon ein wenig übertrieben. So nicht lieber tagi. Objektiver journalismus sieht anders aus
SoccerloveMitglied
02.09.2007, 12:36 · #9
Beiträge: 651
So wie's ausschaut hat der Tagi eingesehen dass der Artikel sehr schwach war. http://gczforum.schweizer.org/viewtopic ... &start=160 Jedenfalls hat sich der Hartmeier bereits bei GC Fans entschuldigt. Bin auf die morgige Ausgabe gespannt.
schteffMitglied
02.09.2007, 17:53 · #10
Beiträge: 190
bei allem respekt. diesen artikel hat GC und seine fans nicht verdient. für das sind sie zu gut, hatten zu tolle choreos im hardturm und zu viel action, als das dieser artikel fair oder richtig ist. als unwissender leser könnte man ja meinen, GC habe jahrzehntelang titel um titel gesammelt, und die kurve sei die vom FC Cham gewesen und auch ständig geblieben. sehr schwach von zürichs vermeintlicher nr.1 der printmedien.
SandmanMitglied
02.09.2007, 20:04 · #11
Beiträge: 6'110
Ganz übler Fauxpas vom Tagi. So was gehört sich nicht, auch wenn es die Erzfeinde vom Hardturm sind.
StadionverbotMitglied
02.09.2007, 20:37 · #12
Beiträge: 84
Niels Walter entschuldigt sich: Sorry, liebe GC-Fans * Artikel zum Thema * Der traurige und einsame Tod des Zürcher Hardturmstadions Am Samstag ist im «Tages-Anzeiger» ein Nachruf auf das Hardturmstadion erschienen (siehe nebenstehenden Link). Der Schreibende war ich, und - wenn es den Fans ein Trost ist - bei mir war am Wochenende die Hölle los. Der Text hat einen Sturm der Entrüstung ausgelöst, die Mailboxen auf der Redaktion waren voller Protestschreiben, Tiraden und auch Abo-Kündigungen. Bei mir zu Hause läutete am Samstagmorgen schon früh das Telefon, ich hatte gute und weniger gute Gespräche mit Grasshopper-Anhängern. Am Abend beim letzten Spiel im Hardturm begrüsste der Stadionsprecher mich in ironisch-freundlichem Ton persönlich übers Mikrofon vor 11'700 Zuschauern. Das gellende Pfeifkonzert fuhr mir ziemlich in die Knochen. Der Moderator der Finissagefeier, Fernsehmann Roman Kilchsperger, stiess mit spitzen Worten nach. Das Wochenende war hart, nach einigen Telefonaten und im Stadion war mir wind und weh. Werbung Abo 07 Ich allein hatte mich ins Fegefeuer geschrieben. Ich streue Asche auf mein Haupt, und bitte in aller Form um Entschuldigung. Ich habe Grasshopperherzen verletzt und treue Fans beleidigt. Das tut mir Leid. Meine Worte, das Stadion Hardturm sei nie zu einer Kultstätte des Fussballs geworden, weil er dafür den falschen Klub, die falschen Fans und Zürich zu wenig fussballbegeistert sei, waren überhart und haben die treuen Anhänger des Klubs wie einen Dolchstoss ins Herz getroffen. Und meine Bemerkung, dass Spiele im Hardturm immer dann ein Genuss waren, wenn Basler, St. Galler oder FCZ-Fans Stimmung machten, ist für einen echten Grasshopper natürlich die schwerste aller möglichen Beleidigungen. Für fast alle, die sich gemeldet haben, ist klar: Solcherlei unfreundliche Worte können nur von einem Fan des FC Zürich kommen. Das Gegenteil ist der Fall. Auch wenn mir das heute niemand glaubt: Mein Fanleben lang schlug mein Herz für GC, als Kind, als Teenager, oft war ich auf dem Hardturm, erlebte da viele tolle Momente. Doch meine Liebe zum Fussball und zu GC hat in den letzten Jahren gelitten, der Klub hat mich oft enttäuscht. Daher wohl der unangepasste Ton. Aber, das sei hier gesagt, nie und nimmer wäre ich dazu fähig, was im Leben eines Fussballfans als Hochverrat gilt: mein Herz einem anderen Klub zu verschenken. Wird der FCZ oder sonstwer Meister, lässt mich das kalt; holt GC eine Trophäe, freut es mich noch immer, auch wenn ich oft über den Klub lästere.
Mr MikeMitglied
02.09.2007, 20:41 · #13
Beiträge: 4'064
Solcherlei unfreundliche Worte können nur von einem Fan des FC Zürich kommen. herrlich, du vollmongo ;) ich bin auch ein "fan" lieber lese ich texte wie diese aus der WOZ, wurde auch schon mal gepostet.. aber egal.. Bayern München, Neuchâtel Xamax, und dann ist Schluss. Eines der verdientesten, stimmungsvollsten Stadien der Schweiz darf abdanken. Bald werden sie mit Baggern auffahren, mit Abrissbirnen, Schlagbohrern und Dynamit und den Hardturm in Schutt und Asche legen. Was danach kommt, weiss niemand. Die CS beteuert, am geplanten Fünfeck festzuhalten, doch glauben mag das kaum noch jemand. Die EM wird auf der anderen Seite der Geleise gespielt, und für GC und den FCZ braucht es keinen zweiten Vorzeigebau mit 30000 Plätzen. Das wissen auch die knochenharten Kalkulierer bei der Grossbank. Noch spricht es niemand aus, doch ein einfacher Weg, das Beschwerdeduell mit den AnwohnerInnen unblutig zu einem Ende zu bringen, wäre die Projektierung eines maximal 20000 Plätze fassenden viereckigen Fussballstadions mit schönen Stehplatzsektoren hinter den Toren. Bis es so weit ist, heisst es trauern, erreicht das Stadionsterben mit dem Ende des Hardturms doch seinen vorläufigen Höhepunkt. In der Schuhschachtel, in der ich die Matchtickets aufbewahre, fand ich über vierzig Erinnerungen an die GC-Heimstätte. Für siebzig Franken - was wir damals unverschämt teuer fanden - waren die drei Spiele der Champions League 1995/1996 zu sehen. Den Auftakt machte Ferencváros Budapest, das mit einer Hundertschaft Neonazis angereist war, die ihren ausgestreckten rechten Arm nur dreimal einzogen, beim Jubel über das 0:1, das 0:2 und das 0:3. Diesen Auftritt vor Augen, verwundert die eben erfolgte Gründung der Ungarischen Garde wenig; es hatte sich abgezeichnet. Zwei Jahre später war Croatia Zagreb zu Gast, «Preis Fr. 15.00, Sektor freie Wahl». Die Dinamo-Fans, mitten im Kampf gegen die von Klub- und Staatspräsident Franjo Tudjman durchgesetzte Umbenennung, prügelten sich im eigenen Sektor und feuerten eine Fackel nach der andern aufs Feld. Der dribbelnde Türkyilmaz im leuchtenden Strafraum war selbst der «L.A. Times» ein Bild wert. GC verlor null zu fünf, Zuberbühler sah rot, Smiljanic stand für ihn ins Tor, und hinter ihm brüllten die GC-Fans «Scheiss Jugos» in Richtung der Kroaten. Im Hardturm genossen immer auch Mannschaften Gastrecht, die aus irgendwelchen Gründen ihre Spiele nicht bei sich zu Hause austragen konnten. Als 1997 Albaniens Staatsstrukturen in sich zusammenzufallen drohten, musste die Nationalmannschaft ihre Qualifikationsspiele für die WM 1998 ausser Landes austragen. Albanien schlug vor Tausenden von Landsleuten im Hardturm Nordirland mit 1:0, und die drei bärtigen Zürcher, die sich als Fans der Nordiren ausgaben, hörten irgendwann auf zu singen. Auch zahlreiche Schweizer Vereine, deren Stadien nicht internationaler Norm entsprachen, empfingen ihre Gäste in Zürich. Hier warf St. Gallen Chelsea aus dem Uefa-Cup und scheiterte in letzter Minute an Brügge. Hier spielte der FCB gegen Feyenoord Rotterdam (26. Oktober 2000), was den Hooligan-Fahndern den Schweiss auf die Stirn trieb, weil Lausanne-Sport am selben Abend Ajax Amsterdam empfing. Hier trat der FCZ gegen Aston Villa an (Preis: Fr. 25) und YB gegen Roter Stern Belgrad (Fr. 20). Der Hardturm war eine Adresse. Fans von Zenit St. Petersburg (19.9.2002, Fr. 20) zeigten der Schweiz, was besoffen sein wirklich bedeutet. Die Tifosi der AC Fiorentina (20.10.1998, Fr. 20) tauchten den Gästesektor in Violett und beglückten das Rund mit den schönsten Gesängen. Und einige Fans von Leeds United (22.11.2001, Fr. 25) strandeten nach dem Spiel in der nahen Buch- und Kulturbar Sphères: «Was wollen wir hier? Das ist eine gottverdammte Bibliothek!» «Ja, aber eine, in der die Leute Bier saufen!» Irgendwann wurde die alte Westtribüne abgerissen, die klaffende Lücke gab den Blick frei auf den Zürcher Hausberg. Weil GC dann während einiger Spiele kaum mehr ins westseitige Tor traf, gebar der «Blick» die unerreichte Schlagzeile vom «Üetliberg-Komplex». Mit dem Bau des neuen Gästesektors 1998 normalisierte sich die Situation, was wieder vermehrt Heimspiele der Nationalmannschaft zur Folge hatte. Als am 2. September 2000 Russland in der WM-Quali zu Gast war (0:1), tischte der Schweizerische Fussballverband im Stadioncafé russischen Salat auf - eine schöne, nahe liegende Geste, von den russischen Journalisten leider mit totaler Nichtbeachtung bestraft. Ob man in Russland den russischen Salat überhaupt kennt? In England wird man ja auch oft auf die Swiss Roll angesprochen, und ich weiss bis heute nicht, was das ist. Der Hardturm wird fehlen. Die ganze internationale Prominenz einmal weggerechnet, war er einfach ein ausgezeichnetes Nationalligastadion, mit den Vorzügen der Nähe zum Spielfeld, der idealen Grösse und der guten Akustik und einigen hübschen Eigentümlichkeiten wie den Durchsagen des berndeutschen Platzspeakers im Falle von Feuerwerk («Bitte, lööds doch eyfach la sii») oder die am seltsamsten Ort angebrachte Anzeigetafel. Vor dem Freundschaftsspiel gegen die Bayern setzte sich ein geföhnter Zürcher zu drei Münchnern an den Tisch und spendierte ihnen eine Flasche Bier. «Was wollt ihr hier», fragte er sie beim Anstossen, «das ist eine alte, furchtbare Bruchbude. Wir haben in der Schweiz keine Allianz-Arena.» «Och», fand der kahlrasierte Münchner im roten Umbro-Shirt und leerte die halbe Flasche in einem Zug, «ich mag solche Stadien ganz gern. Das findest du bei uns nicht mehr.»
MostowojMitglied
03.09.2007, 07:13 · #14
Beiträge: 1'487
Solcherlei unfreundliche Worte können nur von einem Fan des FC Zürich kommen. herrlich, du vollmongo ;) ich bin auch ein "fan" lieber lese ich texte wie diese aus der WOZ, wurde auch schon mal gepostet.. aber egal.. Notabene: der respektvolle Text in der WoZ (Knapp Daneben) stammt von einem FCZ-Fan...
StadionverbotMitglied
03.09.2007, 16:16 · #15
Beiträge: 84
Auf Telezüri ein Bericht darüber!!!
nicMitglied
03.09.2007, 18:04 · #16
Beiträge: 1'783
Der Hardturm hatte einen geilen Auswärtssektor. Schade ist er weg... Es wird wohl längere Zeit keinen Marsch über die Gleise mehr geben... Hoffe einfach, nie wieder einen Heimmatch im Hardturm mehr austragen zu müssen. Hoffentlich wird die CS Arena nie gebaut, sondern ein neuer Hardturm, in der Nähe vom Feld, ein richtiges Fussballstadion halt. Und der FCZ bleibt im Letzigrund, weil es einfach verdammt noch mal unsere Heimat ist. Scheissegal ob man fast nichts sieht, ich will einfach ein Stehplatzkurve, normales Bier, normale Würste (horber lässt grüssen, Fraueverein im muul...) und die richtigen Leute. Oder aber, Wunschdenken: Canepa hat einmal gesagt (ok der sagt noch viel) Der FCZ in einem 20000 Stadion irgendwo in der Stadt GCN mit eigenem Stadion auf ihrer seite der Gleise. und der Letzigrund als schönstes Leichtathletik- und Eventstadion der Welt. Man müsste sich zwar aus dem letzi verabschieden, müsste aber nicht über die Geleise wechseln, sondern eine neue Legende von Stadion wird aufgebaut. ein Stadion aus beton, ohne irgendwelche Holzverschalungen an der Decke. Mit einer wilden Stehplatzkurve mit Ticketpreisen von 15-20 Franken... Einfach ein Stadion für Fussballfans.... Mann wäre das schön...
RauchbombeMitglied
03.09.2007, 18:20 · #17
Beiträge: 403
Der Hardturm hatte einen geilen Auswärtssektor. Schade ist er weg... Es wird wohl längere Zeit keinen Marsch über die Gleise mehr geben... Hoffe einfach, nie wieder einen Heimmatch im Hardturm mehr austragen zu müssen. Hoffentlich wird die CS Arena nie gebaut, sondern ein neuer Hardturm, in der Nähe vom Feld, ein richtiges Fussballstadion halt. Und der FCZ bleibt im Letzigrund, weil es einfach verdammt noch mal unsere Heimat ist. Scheissegal ob man fast nichts sieht, ich will einfach ein Stehplatzkurve, normales Bier, normale Würste (horber lässt grüssen, Fraueverein im muul...) und die richtigen Leute. Oder aber, Wunschdenken: Canepa hat einmal gesagt (ok der sagt noch viel) Der FCZ in einem 20000 Stadion irgendwo in der Stadt GCN mit eigenem Stadion auf ihrer seite der Gleise. und der Letzigrund als schönstes Leichtathletik- und Eventstadion der Welt. Man müsste sich zwar aus dem letzi verabschieden, müsste aber nicht über die Geleise wechseln, sondern eine neue Legende von Stadion wird aufgebaut. ein Stadion aus beton, ohne irgendwelche Holzverschalungen an der Decke. Mit einer wilden Stehplatzkurve mit Ticketpreisen von 15-20 Franken... Einfach ein Stadion für Fussballfans.... Mann wäre das schön... Dieses Stadion wird es nie geben. Ausser du meinst (so wie es alle meinen), die CS arena wird als solches nicht gebaut, sondern dafür ein kleineres Fussballstadion am selben ort.
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