05.06.26 @ 09:27
05.06.26 @ 09:27
#8793Einbeiner:
Valderrama:
Einbeiner:
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Ein Blick über die Gleise genügt, um zu sehen, was auch uns bevorstehen könnte. Beim Defizit ist der FCZ mittlerweile ebenfalls im hohen einstelligen bzw. tiefen zweistelligen Millionenbereich angekommen. Dass GC trotz eines nochmals deutlich höheren Defizits immer wieder ein neues Konstrukt findet, grenzt an ein Wunder, zumal kein Ende in Sicht ist. Im Letzigrund sind beide Vereine lediglich Mieter mit dynamischem Mietzins. Heisst, selbst bei sportlichem Erfolg steigen die Einnahmen nicht automatisch, weil auch die Stadionmiete mitwächst. Dazu kommen die jährlichen Millionenverluste im Catering, das vom ZFV betrieben wird.
Im Gegensatz zu den Konstrukten in Lausanne oder Lugano, die dank eigenem Stadion nachhaltige Strukturen schaffen konnten, bleibt Zürich ein Fass ohne Boden. Auch Servette als Vergleich taugt deshalb nur bedingt. Ob das neue Stadion, das als Licht am Ende des Tunnels gilt, jemals gebaut wird, ist nach wie vor mehr als ungewiss.
Bei Lugano und Lausanne werden über 60 Prozent respektive 40 Prozent des Budgets von Joe Mansueto beziehungsweise Ineos gedeckt. Bei Lugano ist das umso extremer, als sie Europa Einnahmen hatten. Das ist alles andere als nachhaltig, und sobald diese Eigentümer weg sind, verschwindet mindestens Lugano ziemlich schnell von der Bildfläche.
GCs Budget wird zu fast 70 Prozent von LAFC getragen. Dies, obwohl GC eines der kleinsten Budgets hat, was zeigt, wie tief die Einnahmen aus Sponsoring, Ticketing und Ähnlichem sind. Ohne Mäzene spielen die finanziell auf Challenge League-Niveau. Das sind nochmals ganz andere Dimensionen als beim FCZ, wo wir ohne Europa Einnahmen bei einer Canepa Abhängigkeit von rund 35 Prozent liegen.
Bei uns wäre im Gegensatz zu GC auch noch etwas Fett am Knochen. Damit meine ich, dass ein Eigentümer bei uns auch ohne Europa in der Super League mit maximal 5 Millionen Franken jährlichen Zuschüssen operieren könnte. Natürlich ist auch das schon zu viel und alles andere als gut, aber halt auch noch weit entfernt von 15 Millionen wie bei GC.
Wie du sagst, würde das Stadion helfen. Ja, es ist sogar essenziell, wenn wir den FCZ auf gesunden Beinen halten möchten, auch wenn ich unseren Letzi mit all seinen Defiziten mag und nur schweren Herzens zügle.
Und wie erklärst du es dir dann, dass die Canepas 9.5 Mio letzte Saison einschiessen mussten? Das Defizit wird kommende Saison mit dem Zuschauerschwund erstmals im zweistelligen Millionenbereich liegen, wenn das so weiter geht. Das ist bestimmt auch ein Grund, dass bis jetzt weit und breit kein Nachfolger in Sicht ist, der sich das antun will.
Lausanne und Lugano leisten sich auch teure Spieler, die ohne Konstrukt nicht zu ihnen kämen. Mit ihren neuen Stadien haben sie aber zumindest ein Fundament, welches wir hier in der Stadt ZH nicht haben und darum der eine Verein wie eine heisse Kartoffel von Konstrukt zu Konstrukt weiter gereicht wird und der Andere weder Hauptsponsor noch einen neuen Mäzen aka Investor findet.
Hast du meine Zeilen gelesen? Ich sagte kurz vor den rein spekulativen 5 Millionen, dass wir noch Fett am Knochen haben. Sprich, wenn du dir unsere Aufwandseite anschaust, ist da beim Personal wohl noch einiges an Einsparpotential vorhanden. GC hat 5 Mio. weniger Personalaufwand als wir. Das meine ich mit Fett am Knochen. Wenn also ein Investor keinen Bock auf 10 Mio. Defizite hat, kann er noch etwas rumschrauben. Bei GC ist das wohl nicht mehr möglich. Wie sinnvoll das umgesetzt werden kann, ist schwierig abzuschätzen. Dann müsste man deutlich besser mit den Mitteln umgeben, als dass wir es momentan tun, aber lieber unter lokaler Fuchtel, als irgendwelchen dubiosen Investoren zu gehören mit ihren undurchsichtigen Zielen.
Ich bin mir nicht so sicher, ob das Defizit so viel höher sein wird. Die Canepas haben ja das Budget angeblich zusammengestrichen auf letzte Saison hin. Achtung Milchbüchlein: Wenn die Ticketingeinnahmen rund 10-15% tiefer waren, dafür aber das Personalbudget um 1 Mio. reduziert wurde, dann ist das Defizit nicht weiter gewachsen.
Kann es sein, dass du und User Stadtkreis9 den selben Mathelehrer hattet? Dein ganzes Argument basiert auf der Annahme, dass die höheren Personalkosten automatisch "Fett am Knochen" sind. Vielleicht sind sie aber schlicht der Preis dafür, nicht auf GC-Niveau herumzukrebsen. Deine Milchbüchleinrechnung lässt einen entscheidenden Punkt weg: Die Canepas haben bereits bei reduziertem Budget 9.5 Mio. eingeschossen, die Zuschauerzahlen sinken weiter und man kommt jede Saison der Challenge League statt Europa näher.
Danke für die Blumen. Kann es sein, dass du eine Leseschwäche hast? Ich habe ja geschrieben, dass die Umsetzbarkeit durchaus schwierig abschätzbar ist. Unmöglich wäre es aber nicht. Bei GC ist sehr viel Unfähigkeit am Werk.
Aber nochmals. In der Canepa-Amtszeit haben sie nicht durchschnittlich 10 Mio. pro Jahr einschiessen müssen. Das möchtest du mit deiner Niederhasli-Brille wohl so wahrhaben, aber wir sind ökonomisch längst nicht so am Boden wie ihr.
Und hier noch zu deinem Lieblingsargument mit den Zuschauerzahlen: https://www.dbfcz.ch/verlaeufe.php?&art=publikum
Als Super-Mathematiker solltest du erkennen, dass auch der letztjährige Schnitt nicht so schlecht war: Seit 1945 hatten wir nur in drei Saisons einen höheren Schnitt als in der letzten, miserablen Saison.
Und nein: Die Canepas haben für die Saison 2024/25 9,5 Mio. Franken eingeschossen und nicht wie du behauptest für die letzte Saison, in der offenbar das Budget reduziert wurde.