Super League

schwizermeischterfcz · 25.05.18 · 8'790 Antworten · 3'926'044 Views

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V
Valderrama

04.06.26 @ 10:34

piiiZH:

Valderrama:

GC könnte bald wieder chinesisch sein. Mal abwarten, was da bald verkündet wird. Die erste Zeit unter chinesischer Fuchtel ist mir aber in guter Erinnerung geblieben. Die mutmasslichen neuen Eigner haben Erfahrung mit unterklassigen Vereinen, was sicher ein Pluspunkt war in den Verhandlungen.

Bei aller Schadenfreude wäre es mir ehrlich gesagt lieber, GC würde keinen neuen Investor finden. Die Chancen, dass es besser läuft als die letzten beiden Male, scheinen mir doch recht gross zu sein.

Ich bin mir nicht so sicher, ob das Szenario "kein Investor" wirklich schlimmer wäre. Der Verein würde höchstenfalls Bankrott gehen, könnte dann aber unter lokaler Eigentümerschaft wieder aufgebaut werden. Diese gäbe es. Servette hat dies nach dem letzten Bankrott auch hingekriegt.

Man kann sich wirklich kaum vorstellen, dass es noch schlechter wird. Nur sieht man, sofern es wirklich Bridge Football wird, nicht, woher das Geld kommen soll. Sowohl bei Fosun als auch bei LAFC wusste man, dass sehr viel finanzielle Schlagkraft dahintersteht. Nun kommt ein Investor, der bisher Fussballvereine führt, die nur über einen Bruchteil des GC Budgets verfügen.

Natürlich kann es sein, dass Bridge Football in China Gelder sucht und dann auf Mandatsbasis investiert, und dass nun finanzkräftige Leute im Hintergrund stehen, obwohl sie bei Pro Vercelli abgestritten haben, wie ein Fonds zu agieren. Zudem erscheint mir ihr Ansatz einer finanziellen Stabilisierung, also Kostensenkung, bei gleichzeitigem Fokus auf die Ausbildung von Talenten mittels datengetriebener Zusammenarbeit mit SciSports eher wie ein Rezept für den Direktabstieg. Aber klar: Bisher ist das natürlich alles reine Spekulation.

Pro Vercelli, der Serie C Club im Besitz dieser Gruppe, wurde jedenfalls letzten Monat bereits sanktioniert: https://lasesia.vercelli.it/home/2026/05/12/news/la-figc-sanziona-pesantemente-la-pro-vercelli-la-risposta-della-societa-128483/

Auch wenn der Club dies als rein administrative Angelegenheit abtut, läuten da bei mir schon die Alarmglocken, etwa wenn kein Finanznachweis der neuen Eigentümer geliefert wurde.

roliZ
roliZ

04.06.26 @ 13:19

Die sollen ja auf unterklassige Klubs spezialisiert sein. D.h. Gcz muss zuerst absteigen. Hoffe einfach mal sie kommen nie mehr auf die Beine

Einbeiner
Einbeiner

04.06.26 @ 13:41

Ein Blick über die Gleise genügt, um zu sehen, was auch uns bevorstehen könnte. Beim Defizit ist der FCZ mittlerweile ebenfalls im hohen einstelligen bzw. tiefen zweistelligen Millionenbereich angekommen. Dass GC trotz eines nochmals deutlich höheren Defizits immer wieder ein neues Konstrukt findet, grenzt an ein Wunder, zumal kein Ende in Sicht ist. Im Letzigrund sind beide Vereine lediglich Mieter mit dynamischem Mietzins. Heisst, selbst bei sportlichem Erfolg steigen die Einnahmen nicht automatisch, weil auch die Stadionmiete mitwächst. Dazu kommen die jährlichen Millionenverluste im Catering, das vom ZFV betrieben wird.

Im Gegensatz zu den Konstrukten in Lausanne oder Lugano, die dank eigenem Stadion nachhaltige Strukturen schaffen konnten, bleibt Zürich ein Fass ohne Boden. Auch Servette als Vergleich taugt deshalb nur bedingt. Ob das neue Stadion, das als Licht am Ende des Tunnels gilt, jemals gebaut wird, ist nach wie vor mehr als ungewiss.

V
Valderrama

04.06.26 @ 14:49

Einbeiner:

Ein Blick über die Gleise genügt, um zu sehen, was auch uns bevorstehen könnte. Beim Defizit ist der FCZ mittlerweile ebenfalls im hohen einstelligen bzw. tiefen zweistelligen Millionenbereich angekommen. Dass GC trotz eines nochmals deutlich höheren Defizits immer wieder ein neues Konstrukt findet, grenzt an ein Wunder, zumal kein Ende in Sicht ist. Im Letzigrund sind beide Vereine lediglich Mieter mit dynamischem Mietzins. Heisst, selbst bei sportlichem Erfolg steigen die Einnahmen nicht automatisch, weil auch die Stadionmiete mitwächst. Dazu kommen die jährlichen Millionenverluste im Catering, das vom ZFV betrieben wird.

Im Gegensatz zu den Konstrukten in Lausanne oder Lugano, die dank eigenem Stadion nachhaltige Strukturen schaffen konnten, bleibt Zürich ein Fass ohne Boden. Auch Servette als Vergleich taugt deshalb nur bedingt. Ob das neue Stadion, das als Licht am Ende des Tunnels gilt, jemals gebaut wird, ist nach wie vor mehr als ungewiss.

Bei Lugano und Lausanne werden über 60 Prozent respektive 40 Prozent des Budgets von Joe Mansueto beziehungsweise Ineos gedeckt. Bei Lugano ist das umso extremer, als sie Europa Einnahmen hatten. Das ist alles andere als nachhaltig, und sobald diese Eigentümer weg sind, verschwindet mindestens Lugano ziemlich schnell von der Bildfläche.

GCs Budget wird zu fast 70 Prozent von LAFC getragen. Dies, obwohl GC eines der kleinsten Budgets hat, was zeigt, wie tief die Einnahmen aus Sponsoring, Ticketing und Ähnlichem sind. Ohne Mäzene spielen die finanziell auf Challenge League-Niveau. Das sind nochmals ganz andere Dimensionen als beim FCZ, wo wir ohne Europa Einnahmen bei einer Canepa Abhängigkeit von rund 35 Prozent liegen.

Bei uns wäre im Gegensatz zu GC auch noch etwas Fett am Knochen. Damit meine ich, dass ein Eigentümer bei uns auch ohne Europa in der Super League mit maximal 5 Millionen Franken jährlichen Zuschüssen operieren könnte. Natürlich ist auch das schon zu viel und alles andere als gut, aber halt auch noch weit entfernt von 15 Millionen wie bei GC.

Wie du sagst, würde das Stadion helfen. Ja, es ist sogar essenziell, wenn wir den FCZ auf gesunden Beinen halten möchten, auch wenn ich unseren Letzi mit all seinen Defiziten mag und nur schweren Herzens zügle.

Einbeiner
Einbeiner

04.06.26 @ 16:24

Valderrama:

Einbeiner:

Ein Blick über die Gleise genügt, um zu sehen, was auch uns bevorstehen könnte. Beim Defizit ist der FCZ mittlerweile ebenfalls im hohen einstelligen bzw. tiefen zweistelligen Millionenbereich angekommen. Dass GC trotz eines nochmals deutlich höheren Defizits immer wieder ein neues Konstrukt findet, grenzt an ein Wunder, zumal kein Ende in Sicht ist. Im Letzigrund sind beide Vereine lediglich Mieter mit dynamischem Mietzins. Heisst, selbst bei sportlichem Erfolg steigen die Einnahmen nicht automatisch, weil auch die Stadionmiete mitwächst. Dazu kommen die jährlichen Millionenverluste im Catering, das vom ZFV betrieben wird.

Im Gegensatz zu den Konstrukten in Lausanne oder Lugano, die dank eigenem Stadion nachhaltige Strukturen schaffen konnten, bleibt Zürich ein Fass ohne Boden. Auch Servette als Vergleich taugt deshalb nur bedingt. Ob das neue Stadion, das als Licht am Ende des Tunnels gilt, jemals gebaut wird, ist nach wie vor mehr als ungewiss.

Bei Lugano und Lausanne werden über 60 Prozent respektive 40 Prozent des Budgets von Joe Mansueto beziehungsweise Ineos gedeckt. Bei Lugano ist das umso extremer, als sie Europa Einnahmen hatten. Das ist alles andere als nachhaltig, und sobald diese Eigentümer weg sind, verschwindet mindestens Lugano ziemlich schnell von der Bildfläche.

GCs Budget wird zu fast 70 Prozent von LAFC getragen. Dies, obwohl GC eines der kleinsten Budgets hat, was zeigt, wie tief die Einnahmen aus Sponsoring, Ticketing und Ähnlichem sind. Ohne Mäzene spielen die finanziell auf Challenge League-Niveau. Das sind nochmals ganz andere Dimensionen als beim FCZ, wo wir ohne Europa Einnahmen bei einer Canepa Abhängigkeit von rund 35 Prozent liegen.

Bei uns wäre im Gegensatz zu GC auch noch etwas Fett am Knochen. Damit meine ich, dass ein Eigentümer bei uns auch ohne Europa in der Super League mit maximal 5 Millionen Franken jährlichen Zuschüssen operieren könnte. Natürlich ist auch das schon zu viel und alles andere als gut, aber halt auch noch weit entfernt von 15 Millionen wie bei GC.

Wie du sagst, würde das Stadion helfen. Ja, es ist sogar essenziell, wenn wir den FCZ auf gesunden Beinen halten möchten, auch wenn ich unseren Letzi mit all seinen Defiziten mag und nur schweren Herzens zügle.

Und wie erklärst du es dir dann, dass die Canepas 9.5 Mio letzte Saison einschiessen mussten? Das Defizit wird kommende Saison mit dem Zuschauerschwund erstmals im zweistelligen Millionenbereich liegen, wenn das so weiter geht. Das ist bestimmt auch ein Grund, dass bis jetzt weit und breit kein Nachfolger in Sicht ist, der sich das antun will.

Lausanne und Lugano leisten sich auch teure Spieler, die ohne Konstrukt nicht zu ihnen kämen. Mit ihren neuen Stadien haben sie aber zumindest ein Fundament, welches wir hier in der Stadt ZH nicht haben und darum der eine Verein wie eine heisse Kartoffel von Konstrukt zu Konstrukt weiter gereicht wird und der Andere weder Hauptsponsor noch einen neuen Mäzen aka Investor findet.

C
Cuk

04.06.26 @ 18:16

piiiZH:

Valderrama:

GC könnte bald wieder chinesisch sein. Mal abwarten, was da bald verkündet wird. Die erste Zeit unter chinesischer Fuchtel ist mir aber in guter Erinnerung geblieben. Die mutmasslichen neuen Eigner haben Erfahrung mit unterklassigen Vereinen, was sicher ein Pluspunkt war in den Verhandlungen.

Bei aller Schadenfreude wäre es mir ehrlich gesagt lieber, GC würde keinen neuen Investor finden. Die Chancen, dass es besser läuft als die letzten beiden Male, scheinen mir doch recht gross zu sein.

Die Chinesen haben Fussball aufgegeben, kann man Gut nachlesen in Ihrem 5 Jahres Programm. Kein Wort von. Die würden nicht mal furzen wenn nicht vom Gott Xi genehmigt.

Im Hive schmöckts guet - Adrian.

V
Valderrama

04.06.26 @ 18:51

Einbeiner:

Valderrama:

Einbeiner:

Ein Blick über die Gleise genügt, um zu sehen, was auch uns bevorstehen könnte. Beim Defizit ist der FCZ mittlerweile ebenfalls im hohen einstelligen bzw. tiefen zweistelligen Millionenbereich angekommen. Dass GC trotz eines nochmals deutlich höheren Defizits immer wieder ein neues Konstrukt findet, grenzt an ein Wunder, zumal kein Ende in Sicht ist. Im Letzigrund sind beide Vereine lediglich Mieter mit dynamischem Mietzins. Heisst, selbst bei sportlichem Erfolg steigen die Einnahmen nicht automatisch, weil auch die Stadionmiete mitwächst. Dazu kommen die jährlichen Millionenverluste im Catering, das vom ZFV betrieben wird.

Im Gegensatz zu den Konstrukten in Lausanne oder Lugano, die dank eigenem Stadion nachhaltige Strukturen schaffen konnten, bleibt Zürich ein Fass ohne Boden. Auch Servette als Vergleich taugt deshalb nur bedingt. Ob das neue Stadion, das als Licht am Ende des Tunnels gilt, jemals gebaut wird, ist nach wie vor mehr als ungewiss.

Bei Lugano und Lausanne werden über 60 Prozent respektive 40 Prozent des Budgets von Joe Mansueto beziehungsweise Ineos gedeckt. Bei Lugano ist das umso extremer, als sie Europa Einnahmen hatten. Das ist alles andere als nachhaltig, und sobald diese Eigentümer weg sind, verschwindet mindestens Lugano ziemlich schnell von der Bildfläche.

GCs Budget wird zu fast 70 Prozent von LAFC getragen. Dies, obwohl GC eines der kleinsten Budgets hat, was zeigt, wie tief die Einnahmen aus Sponsoring, Ticketing und Ähnlichem sind. Ohne Mäzene spielen die finanziell auf Challenge League-Niveau. Das sind nochmals ganz andere Dimensionen als beim FCZ, wo wir ohne Europa Einnahmen bei einer Canepa Abhängigkeit von rund 35 Prozent liegen.

Bei uns wäre im Gegensatz zu GC auch noch etwas Fett am Knochen. Damit meine ich, dass ein Eigentümer bei uns auch ohne Europa in der Super League mit maximal 5 Millionen Franken jährlichen Zuschüssen operieren könnte. Natürlich ist auch das schon zu viel und alles andere als gut, aber halt auch noch weit entfernt von 15 Millionen wie bei GC.

Wie du sagst, würde das Stadion helfen. Ja, es ist sogar essenziell, wenn wir den FCZ auf gesunden Beinen halten möchten, auch wenn ich unseren Letzi mit all seinen Defiziten mag und nur schweren Herzens zügle.

Und wie erklärst du es dir dann, dass die Canepas 9.5 Mio letzte Saison einschiessen mussten? Das Defizit wird kommende Saison mit dem Zuschauerschwund erstmals im zweistelligen Millionenbereich liegen, wenn das so weiter geht. Das ist bestimmt auch ein Grund, dass bis jetzt weit und breit kein Nachfolger in Sicht ist, der sich das antun will.

Lausanne und Lugano leisten sich auch teure Spieler, die ohne Konstrukt nicht zu ihnen kämen. Mit ihren neuen Stadien haben sie aber zumindest ein Fundament, welches wir hier in der Stadt ZH nicht haben und darum der eine Verein wie eine heisse Kartoffel von Konstrukt zu Konstrukt weiter gereicht wird und der Andere weder Hauptsponsor noch einen neuen Mäzen aka Investor findet.

Hast du meine Zeilen gelesen? Ich sagte kurz vor den rein spekulativen 5 Millionen, dass wir noch Fett am Knochen haben. Sprich, wenn du dir unsere Aufwandseite anschaust, ist da beim Personal wohl noch einiges an Einsparpotential vorhanden. GC hat 5 Mio. weniger Personalaufwand als wir. Das meine ich mit Fett am Knochen. Wenn also ein Investor keinen Bock auf 10 Mio. Defizite hat, kann er noch etwas rumschrauben. Bei GC ist das wohl nicht mehr möglich. Wie sinnvoll das umgesetzt werden kann, ist schwierig abzuschätzen. Dann müsste man deutlich besser mit den Mitteln umgeben, als dass wir es momentan tun, aber lieber unter lokaler Fuchtel, als irgendwelchen dubiosen Investoren zu gehören mit ihren undurchsichtigen Zielen.

Ich bin mir nicht so sicher, ob das Defizit so viel höher sein wird. Die Canepas haben ja das Budget angeblich zusammengestrichen auf letzte Saison hin. Achtung Milchbüchlein: Wenn die Ticketingeinnahmen rund 10-15% tiefer waren, dafür aber das Personalbudget um 1 Mio. reduziert wurde, dann ist das Defizit nicht weiter gewachsen.

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